Samstag, 31. März 2012

Lisa Jackson - Deadline


In San Francisco bricht eine berüchtigte Mörderin, Marla Amhurst Cahill, überraschend aus dem Gefängnis aus. Kurz darauf stirbt ihre Schwiegermutter Eugenia Cahill bei einem vermeintlichen Unfall. Die junge Cissy Cahill Holt, Marlas Tochter, findet ihre Großmutter und ist am Boden zerstört. Ausgerechnet ihr Mann Jack, von dem sie sich eigentlich bald scheiden lassen wollte, steht der jungen Mutter zur Seite. Als bei Cissys pflegebedürftigem Onkel Rory mutwillig eine tödliche Lebensmittelallergie ausgelöst wird, ist klar, dass es jemand auf Cissys Familie abgesehen hat. Alle Welt tippt auf die entflohene Marla, doch die erhält Hilfe von einer Frau, die sich nur Elyse nennt, und die Morde ausführt. Und die beiden haben einen lang entwickelten Plan, das Erbe von Marlas Famile betreffend...

Die Autorin beginnt ihren Thriller bereits nervenaufreibend, als man Zeuge des Mordes an Eugenia Cahill wird. Und es bleibt spannend, selbst als man bereits weiß, dass es mehrere Familienmitglieder der Hauptprotagonistin Cissy geben wird. Ständig fragt man sich, wer die geheimnisvolle, mordlustige "Elyse" eigentlich ist, die man aus der Vogelperspektive bei ihren Morden begleiten darf.
Lisa Jackson schreibt spannend und mit einigen überraschenden Wendungen und sorgt damit für wunderbar kurzweilige Lesestunden. Dafür sorgen auch die gelegentlich eingestreuten "Gedanken" einer lange unbekannten im Koma liegenden Person.
Doch einen Punkt Abzug erhält die Autorin aufgrund der häufigen Wiederholungen. Irgendwann wusste ich dann wirklich, dass Cissys Mann sie betrogen hatte und Eugenias Haus beeindrucken imposant war.

Fazit: Ein packender Thriller über die Abgründe einer amerikanischen Familie, mit einigen Überraschungen und nur wenigen Schwächen.

Bewertung: ★★★★☆

Mittwoch, 28. März 2012

Jana Seidel - Eigentlich bin ich eine Traumfrau


An Juli Sommers 33. Geburtstags wird ihr plötzlich klar, dass sie noch keines ihrer persönlichen Ziele erreicht hat. 
Statt bei einem Hochglanz-Magazin zu arbeiten und abends heim zu ihrem Traummann zu kommen, arbeitet sie als freie Journalistin zusammen mit Freundin Toni in der Redaktion des "Hamburger Morgen" und sitzt abends, wenn sie nicht grad mit ihren Freunden unterwegs ist, allein in ihrer Single-Wohnung. 
Das soll sich ändern, als sie im Schaufenster einer Buchhandlung auf das Bild von Autor Rafael aufmerksam wird. Sofort stellt Juli sich ihre Zukunft mit Rafael und gemeinsamen Kindern vor. 
Und tatsächlich schafft sie es, in Rafaels Dunstkreis zu kommen. Doch der ist für seine Wankelmütigkeit bei Frauen bekannt, und Juli verbiegt sich zunehmend, um die sein zu können, die sie unbedingt sein will. In ihrer Traumwelt merkt Juli nicht, dass jemand anderes ein Auge auf sie geworfen hat, der sie so schätzt, wie sie wirklich ist... 

Die Geschichte ist auch der Ich-Perspektive der Hauptprotagonistin Juli Sommer geschrieben.Diese wird als sehr Naiv beschrieben, ohne jedoch einfältig und dumm zu wirken. Jana Seildel schreibt wundervoll erfrischend und äußerst spannend und detailreich. Man leidet regelrecht mit Juli mit, wenn sie wieder in ein Fettnäpfchen getreten ist, und lacht über ihre ungeschicktheit und Naivität. Nur leider werden meiner Meinung nach zu wenig Details über Julis Freunde preisgegeben, die ja sehr wichtig für Juli sind. 
Die Aufmachung des Buches gefällt mir auch sehr gut, sind doch zwischen den einzelnen und wunderbar kurzen Kapiteln Herzen abgebildet. 

Fazit: Ein wunderbar erfrischender Roman für tolle, kurzweilige Lesestunden.

Bewertung: ★★★★☆

Donnerstag, 22. März 2012

Jutta Profijt - Schmutzengel


Corinna Leyendecker trifft es hart. Und das nicht nur einmal, sondern gleich dreimal. Erst verliert sie ihren Job bei einem Düsseldorfer Werbeunternehmen, und als sie dann früher als üblich nach Hause kommt, trifft sie auf ihren Freund Greg und dessen Geliebte Sue. Also nicht nur Job weg, sondern auch der Freund weg. Und da der auch noch will, dass sie sofort auszieht, ist auch noch die Wohnung weg...
Doch Corinna lässt sich nicht gleich rausschmeißen, sondern regelt erst mal ihr Leben und macht sich nach endlosen deprimierenden Vorstellungsgesprächen selbstständig. Sie gründet die Schmutzengel, ein Unternehmen, das erfolgreichen Männern hilft, den Haushalt zu bewältigen. Alles läuft prima. Bis sie eines Tages im Kühlhaus eines Kunden einen Toten findet. Um schlechte Publicity für die Schmutzengel zu vermeiden, muss der weg. Sofort. Doch das ist nicht so einfach wie gedacht...

Die Autorin wirft den Leser mitten rein ins Geschehen. In der Geschichte ist das mit dem Toten bereits passiert, und die Hauptprotagonistin erzählt rückblickend von den Geschehnissen, am Tag ihrer Kündigung beginnend. Die kurzen Einblendungen á la "wenn ich das damals schon gewusst hätte..." machen den Leser neugierig und Sorgen für Spannung.
Für ein paar Lacher haben Corinnas Situationen bei mir auch gesorgt. Leider kommt der Schreibstil manchmal etwas zu sachlich rüber. Hier hätte Jutta Profijt mehr draus machen können.

Fazit: Ein unterhaltsamer Roman mit Humor und ein paar Schwächen, der jedoch für ein paar schöne und kurzweilige Lesestunden sorgt.

Somit gebe ich: ★★★★☆

Montag, 19. März 2012

Anke Greifeneder - Heute, morgen und für immer


Als Clara Herbst Jasper kennenlernt, ändert sich ihr Leben schlagartig. Der junge, flippige Maler sorgt für Abwechslung und Farbe im Leben der Münchner Konzertpianistin. Ihr Alltag verlief bisher sehr vorhersehbar und unspektakulär, von kurzen Streitereien mit ihrer härtesten Konkurrentin Amelie mal abgesehen, und nun erwartet sie hinter jeder Ecke ein neues Abenteuer mit Jasper. Sei es ein original englisches Frühstück oder eine Klettertour mit Picknick auf dem Olympiastadion. Jasper wird freudig in Claras Familie, die aus Omi, Schwester Helene und deren Sohn Maxi besteht aufgenommen. Als Clara Jaspers Familie kennenlernt, gibt es sofort eine offensichtliche Antipathie zwischen ihr und Jaspers Bruder Valentin, doch dabei hat sie ihm gar nichts getan. Und Clara fragt sich, warum ihr das so viel ausmacht. Bis es eines Abends zu einem Kuss zwischen ihnen beiden kommt und Clara in einer Zwickmühle steckt, denn sie kann ihre Gefühle für Valentin nun nicht mehr vor sich selbst verleugnen... 

Ein sehr gelungener Roman von Anke Greifeneder, die das Leben von Clara in der Ich-Perspektive erzählt. Spannend erzählt mit einigen unvorhergesehenen Wendungen, so dass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte, musste meine Neugierde doch dringend befriedigt werden :-)
Für mich ein weiterer Pluspunkt: Die Geschichte spielt in München, meiner Heimat. So sind mir viele der Schauplätze bekannt und ich konnte mich gut in die Geschichte hineinversetzen. 

Einen Punkt Abzug gibt es von mir für den in manchen romantischen Situationen zu sachlich anmutenden Schreibstil. Hier hätte ich mir mehr detailverliebtheit gewünscht. 

Fazit: Ein wunderbarer Roman für ein kurzweiliges Lesevergnügen, der auch so manches Lächeln auf die Lippen zaubert.


Bewertung: ★★★★☆

Donnerstag, 15. März 2012

Harry Kämmerer - Die schöne Münchnerin


Dr. Hanke probiert in Bayerns Bergen seinen neuen Maserati aus. Doch er ist nicht allein unterwegs. Zwei dubiose Typen in einem BMW sind ihm auf den Fersen. Und diese Verfolgungsjagd endet für Hanke in einem Moorsee. Tödlich. Dass die zwei Rumänen Loki und Helmut nicht zufällig zur gleichen Zeit wie Hanke in den Bergen waren, ist schnell klar. Hatte wohl mit seinen Geschäften mit dem Organ-Ersatzteilhandel Beautybusiness zu tun...
Zur gleichen Zeit wird in München Milbertshofen die Leiche einer jungen Frau namens Veronika Saller gefunden. Bekannt als "die schöne Münchnerin". Todesursache: Überdosis Kokain. Doch nur auf den ersten Blick, denn das Model hat die Drogen offensichtlich nicht freiwillig genommen. Bei der Obduktion bemerkt die Pathologin Gesine Fleischer, dass die Tote eine falsche Nase hat. Und zwar die, eines anderen Menschen.
Nun ist es an den Kommissaren Mader, Dosi, Hummel und Zankl, die Fäden zu entwirren und den Täter zu überführen. Doch die Ermittlungen in der Schönheitschirurgie-Szene gestalten sich nicht gerade leicht.

Harry Kämmerer wirft den Leser gleich mitten rein ins geschehen. Und beschreibt ohne zuviel detailverliebtheit die Protagonisten und Schauplätze sehr gekonnt. Rasante Szenenwechsel und kurze Kapitel lassen Langeweile gar keine Chance. Ein Buch, das man gar nicht mehr aus der Hand legen möchte. Und für mich als Münchnerin natürlich ein besonderes "Schmankerl".
Das Team um Kriminalhauptkommissar kommt super sympathisch rüber, und ihr Humor lies mich des öfteren beim Lesen schmunzeln.

Ein schneller, spannender Provinzkrimi mit wenig bayrischer Mundart, aber super authentisch. Bereits das Cover ist ein Hingucker. Etwas Altmodisch gestaltet, ohne jedoch bieder zu sein, lässt es sofort Vorfreude auf das Lesen aufkommen. Passend zu Hauptkommissar Mader und seinem Dackel Bajazzo.

Dies ist der zweite Teil einer Reihe, was ich bis zum Lesebeginn nicht wusste. Jedoch wird es nicht lange dauern, bis auch der erste Teil "Isartod" in meinem Besitz ist :)

Bewertung: ★★★★★

Vielen Dank an vorablesen.de und den Ullstein-Verlag für dieses Rezensions-Exemplar.

Montag, 12. März 2012

Nachschub für den SUB

Mein Schatz und ich waren heut in der Stadt beim Büchershoppen :-) Endlich den Geschenkgutschein einlösen, den ich Weihnachten vom Schwiegerpapa bekommen hab :-)

Meine Ausbeute:

- Cassia&Ky: Die Flucht von Ally Condie
- Arkadien brennt von Kai Meyer
- Das Tal 1.4: Die Prophezeiung von Krytyna Kuhn
- Die Ludwig-Verschwörung von Oliver Pötzsch
- Der Todeszauberer von Vincent Kliesch
- Saeculum von Ursula Poznanski

:-)

Freitag, 9. März 2012

Charlotte Link - Der Verehrer


Das ruhige und durchgeplante Leben von Leona Dorn gerät merklich aus den Fugen, als sich vor ihren Augen die junge Eva aus dem Fenster in den Tod stürzt. Leona schläft schlecht und kann Eva nicht vergessen. Auf der Beerdigung der Toten lernt sie Evas Bruder Robert und Nachbarin Lydia kennen, und wenig später Bernhard, den Ex-Mann der verstorbenen. Während die einsame Frührentnerin Lydia versucht, Leona als Freundin zu gewinnen, zeigen beide Männer Interesse an Leona. Die Komplimente und die Aufmerksamkeit, die Robert Jablonski einige Zeit später Leona zukommen lässt, ist Balsam für ihr angeknackstes Selbstwertgefühl, da ihr Mann sie kurz zuvor wegen einer Jüngeren sitzen hat lassen. So bahnt sich alsbald eine Liebesgeschichte zwischen Leona und Robert an, den alle aus Leonas Familie nur "den Verehrer" nennen. Doch Robert hat nicht nur freundliche und liebenswerte Wesenszüge. Und auch alles andere als eine weiße Weste...

Die Autorin begleitet hauptsächlich Leona Dorn. Nur im letzten Teil der Geschichte wird immer wieder in Ich-Perspektive Robert Jablonskis erzählt.
Das Buch ist zwar nicht direkt langweilig, doch es mochte keine rechte Spannung aufkommen. Die Handlung war allzu vorhersehbar, und ohne überraschende Wendungen. Der Schreibstil von Charlotte Link bei dieser Geschichte ist auch oft sehr altmodisch und gestelzt. In solchen Redewendungen denkt und spricht kein Mensch!

Fazit: Eine Geschichte ohne große Spannung, die man nicht wirklich gelesen haben muss.

Bewertung: ★★★☆☆


Corina Bomann - Die Schmetterlingsinsel


Für die junge Berliner Anwältin Diana Wagenbach treten schwere Zeiten ein. Erst ertappt sie ihren Mann Philipp mit einer anderen Frau und dann erhält sich auch noch den besorgniserregenden Anruf aus England. Mr. Green, der Butler ihrer Großtante Emmely überbringt ihr die Nachricht, dass die geliebte Tante mit einem Schlaganfall ins Krankenhaus eingeliefert wurde, und Diana noch ein letztes Mal sehen möchte. In England angekommen wird Diana von ihrer Tante mit einem dunklen Familiengeheimnis konfrontiert, das ihre Ururgroßmutter Grace und deren Schwester Victoria betrifft, und sich über Generationen hinweg ausgewirkt hat. Emmely möchte, dass Diana das Geheimnis lüftet. Kurz darauf verstirbt Emmely und hinterlässt ihrer Nichte eine Menge an Hinweisen die Diana in ein Abenteuer nach Sri Lanka führen. 

Die Autorin schreibt flüssig und spannend. Ihr detaillierter Stil führt dazu, dass man sich sehr gut in die Geschichte hineinversetzen kann und mit Diana, Victoria und Grace mitfiebert und mitleidet. Wohin die Geschichte führt, wird einem bald während des Lesens bewusst, doch lässt Corina Bomann den Leser über einige Details das ganze Buch über im dunkeln tappen. Ihr gelingt es auch, diese Geschichte niemals langweilig oder kitschig werden zu lassen. 

Der Leser begleitet hauptsächlich Diana im Jahr 2008 bei der Suche nach der Wahrheit über ihre Ahnen. Es werden jedoch öfter Zeitsprünge zu den anderen Protagonisten Beatrice und Grace in die Jahre 1945 bzw 1887 gemacht. Dies jedoch immer so geschickt, dass keine Verwirrungen auftreten. 

Ein Buch das man, wenn man einmal begonnen hat zu lesen, nicht so leicht wieder aus der Hand legen kann. So ging es mir, denn ich musste einfach meine Neugierde befriedigen, wie es Diana ergeht und wie es mit Grace auf der Plantage auf Sri Lanka ergeht. 

Schon die optische Aufmachung dieses Buches ist ein wahrer Hingucker! Auf der Rückseite ist ein Brief abgedruckt, den Victoria ihrer Schwester Grace im Jahr 1888 geschickt hatte. Auf dem Buchschnitt sind violette Orchideen und Schmetterlinge gedruckt, die hervorragend zu dieser Geschichte passen! 

Ich kann dieses Buch wirklich empfehlen! Ich bin hingerissen!



Bewertung: ★★★★★


Vielen Dank an vorablesen.de und den Ullstein-Verlag für dieses Rezensions-Exemplar.

Dienstag, 6. März 2012

Donna W. Cross - Die Päpstin


In einem der wohl dunkelsten Jahrhunderte des Mittelalters wird im Winter 814 die kleine Johanna, als Tochter eines englischstämmigen Dorfpriesters und einer sächsischen "Heidin", geboren. Ihr Bruder Matthias bringt Johanna lesen und schreiben bei, was jedoch der Vater, der Johanna ihr Leben lang missachtet und misshandelt hat, nicht gutheißt. Er schlägt Johanna halbtot, als diese nicht auf ein Buch verzichten möchte, das ihr ihr Lehrer Aeskulpius geschenkt hatte. 
Unerwartete Hilfe erfolgt für Johanna als sie in der Domschule Dorstadt aufgenommen wird. Fortan verbringt sie ihre Tage beim Studium und in der Freien Zeit mit Ritter Gerold, bei dessen Familie sie lebt. Als eines schicksalhaften Tages die Normannen die Stadt überfallen und Johanna mitansehen muss, wie ihre Ziehschwester Gisla von den Räubern vergewaltigt wird, wird der jungen Frau klar: Für Frauen wie sie ist kein Platz in dieser Welt. 
Sie führt fortan das Leben ihres verstorbenen Bruders und tritt als "Bruder Johannes Anglicus" ins Kloster Fulda ein. Doch die Wirren des Schicksals haben noch großes mit Johanna vor... 
Spannend und mit nur wenigen längen erzählt die Autorin das Leben der fast vergessenen Päpstin Johanna. Donna W. Cross macht deutlich, mit welchen Widrigkeiten die Frauen zur damaligen Zeit der Hexenverbrennungen und Frauenverachtung leben mussten. Dadurch wundert es nicht, dass es einige Frauen gab, die sich für ein Leben als Mann entschieden haben. Obwohl man bereits weiß, wohin das Schicksal Johanna führt, tut dies der Spannung keinen Abbruch. 
Eine tolle Geschichte über eine Frau, die sich in schwierigsten Zeiten selbst verwirklicht hat. 
Absolute Leseempfehlung nicht nur für Historik-Fans!

Tommy Jaud - Resturlaub


Pitschi Greulich ist unzufrieden. Sein bester Freund heiratet in wenigen Tagen, und auch noch eine Frau, die er so gar nicht mag. Er sieht es schon kommen: erst heiraten die beiden, dann wird ein Haus im Vorort gebaut und schon bald die ersten Kinder gezeugt. Und schon ist es aus mit ihren lustigen Männerabenden und Pitschis und Arnes Freundschaft. 
Hinzu kommt noch, dass Pitschi in der Firma nicht wirklich ernst genommen wird, und der Urlaub nach Mallorca (jedes Jahr die gleiche Gegend und die gleichen Leute) vor der Tür steht. 
Aber erst als Pitschis Freundin Biene anfängt, von gemeinsamen Kindern zu reden, reicht es Pitschi. Kurz vor der Abreise nach Mallorca ergreift er die Flucht. Er will sich in Argentinien ein neues Leben aufbauen. Doch so ganz kommt er von dem Alten nicht los. 

Die Geschichte hat mich nicht überzeugt. Bis auf nur wenige Dinge kam alles zu vorhersehbar. Natürlich waren ein paar Lacher dabei, hauptsächlich die Fränkische Sprache und Lebensweise betreffend. Nur leider ist der sprachliche Stil dieser Geschichte so einfach, dass es kaum Spaß macht, dieses Buch zu lesen. Die Protagonisten bleiben das ganze Buch hinweg flach und einfältig. Ich konnte mich nicht wirklich für Pitschi Greulich erwärmen. 

Fazit: Eine oberflächliche Geschichte über die Jagd nach etwas, das man bereits besitzt, die man nicht wirklich gelesen haben muss.

Cornelia Funke - Tintentod


Wenige Monate sind vergangen seit den Geschehnissen auf der Nachtburg. Mo ist wie selbstverständlich in die Rolle des Eichelhähers geschlüpft, die Fenoglio ihm quasi auf den Leib geschneidert hatte. Er ist mittlerweile fester Bestandteil des Räuber-Zirkels um den Schwarzen Prinzen geworden. Das Räubern und Beschützen der armen fällt Mo mittlerweile ebenso leicht wie das Buchbinden, und er fühlt sich wohl in der Tintenwelt und möchte nicht zurück. Resa jedoch wünscht sich nichts sehnlicher. Sie hat Angst um Mo und möchte dass das Kind, das seit kurzem in ihr heranwächst in ihrer Welt geboren wird. 
Als sich die Schlinge des Natternkopfs immer enger um Mo und die Räuber zieht, ist sie so verzweifelt, dass sie erst Fenoglio und dann ausgerechnet Orpheus um Hilfe bittet. Sie ahnt nicht, was sie dadurch auslöst. Meggie kann ihr dieses Verrat nicht verzeihen, obwohl sie hin- und hergerissen ist zwischen dem Wunsch in der Tintenwelt zu bleiben und nach Hause zurückzukehren. 
Mo jedoch will darüber nicht diskutieren. Er fände es unverantwortlich, die Tintenwelt und damit die ihm lieb gewordenen Menschen mit einem von ihm unsterblich gemahcten Natternkopf sich selbst zu überlassen. Und so schmiedet er einen gefährlichen Plan... 
Im nunmehr dritten und letzten Band um die Tintenwelt liegt der Fokus sehr auf Mo und seiner Robin-Hood-Rolle als Eichelhäher. Auch Resa kommt mehr und mehr ins Spiel und über Violante "die Hässliche" erfährt man auch mehr als in den Vorgängerbänden. Doch dadurch gerät Meggie in den Hintergrund, was ich sehr schade finde. 
Die Spannung lässt nun doch sehr nach, auch wenn die Autorin immer noch sehr detailliert schreibt. Die letzten 300 Seiten habe ich mich nur noch von Kapitel zu Kapitel gekämpft, und das Ende kam dann doch überhastet.
Schade, dass die Autorin meiner Meinung nach das tolle Niveau der ersten Bände nicht halten konnte. 

Fazit: Ein nicht ganz gelungener Abschluss, einer wirklich guten Idee.