Donnerstag, 30. August 2012

Neuzugänge

Ich hab (natürlich durch Zufall) letzte Woche gesehen, dass Arvelle die komplette Dante-Valentine-Reihe im Angebot hat. Da ich die Reihe schon lange lesen wollte, konnte ich einfach nicht widerstehen ;-)

Und beim stöbern ist mir dann noch "Seerosensommer" von Tania Krätschmar in den Warenkorb gesprungen. Beschreibung klang gut und die Bewertungen waren auch durchweg positiv.

              


             

Sonntag, 26. August 2012

Marlies Ferber: Null-Null-Siebzig - Operation Eaglehurst


Als James Geralds bester Freund in einem Altenheim ums Leben kommt, macht sich der ehemalige Geheimdienstmitarbeiter sofort auf den Weg zur Küste. Ein Brief, den er kurz nach dem Tod des Freundes erhalten hatte, lässt ihn darauf schließen, dass es sich nicht um einen natürlichen Tod gehandelt haben kann, denn der Freund war zudem noch bei sehr guter Konstitution...
Im "Eaglehurst" angekommen, wird James gleich am selben Tag Zeuge eines weiteren Herztodes. Doch auch hier scheint jemand Hand mit angelegt zu haben. Doch die Polizei und die Ärzte beharren auf einen Unfalltod. Da trifft es sich gut, dass James' Vertraute Sheila zu Besuch kommt, um den Schnüffler bei der Aufklärung der Morde zu unterstützen, wo doch der Täter seine Spuren sehr gut zu verwischen vermag...

Dieser Krimi, eine gelungene Mischung aus James Bond und Miss Marple ist dank ihrem flüssigen und einfachen Stil leicht zu lesen. Die Geschichte, die die beiden Hauptprotagonisten hier aufdecken, sorgt für einiges entsetzen. James und Sheila waren mir auf Anhieb sympathisch, so wie sie sich jeweils für ihre Freunde einsetzen. Doch beide, die für ihr alter noch sehr jugendlich rüberkommen, sind dadurch für mich einfach nicht authentisch genug. James jammert zwar in beinahe jedem Kapitel über eine vorangegangene Bronchitis und wie schwach er seither ist, doch merkt man bei dem Enthusiasmus mit dem er sich auf jede noch so kleine Spur wirft, nichts davon. Und Sheila hatte ich in meiner eigenen Vorstellung auch nicht als 70jährige im Kopf.
Während die Autorin große Energie in die Beschreibung der Ermittlungen der zwei Rentner steckt, bleiben die Figuren und Schauplätze ihrer Geschichte leider reichlich blass, was leider auch auf den typisch britischen Humor zutrifft.
Das Cover ist top, und ich würde mich freuen, wenn der Inhalt im nächsten Teil der Reihe daran anknüpfen könnte.

Fazit: Spannend ist dieser Krimiroman allemal, doch hoffe ich, dass Marlies Ferber für den zweiten Teil um ihren Rentner-007 noch an der Umsetzung feilt.

Bewertung: ★★★☆☆

Donnerstag, 23. August 2012

Lauren DeStefano: Totentöchter - die dritte Generation


In einer nicht allzufernen Zukunft ist es den Menschen gelungen die tödlichen Krankheiten Krebs und Aids auszumerzen, eine ganz Generation Kinder wurde damals im Reagenzglas gezeugt. Die sogenannten Erstgenerationen, die eine sehr lange Lebenserwartung haben. Doch diese müssen zusehen wie ihre eigenen Kinder sterben, denn die Zweit- und Drittgenerationen haben nur noch eine sehr begrenzte Lebenszeit: Jungen 25 und Mädchen sogar nur 20 Jahre, dann fallen sie einem grausamen Virus-Tod zum Opfer.
Die 16jährige Rhine gerät eines Tages in die Fänge von Sammlern, die junge, im gebärfähigem Alter stehende Mädchen an reiche Erstgenerationen und deren Söhne verkaufen. Sie landet zusammen mit der 13jährigen Cecily und der 18jährigen Jenna bei Linden Ashby und seinem Vater, einem Genforscher. Hier wird erwartet, dass die Frauen schnell Nachkommen zeugen um ein Gegenmittel für das Virus zu finden. Und während Cecily in der Rolle als Ehefrau ihrer Bestimmung nachkommt und Jenna Linden und Vaughn nur still hasst, kann Rhine sich nicht damit abfinden gefangen zu sein und denkt an Flucht. Doch dieses Vorhaben gestaltet sich nicht gerade einfach, vor allem wenn man Gefühle für seine Wärter und Mithäftlinge entwickelt...

Die Autorin erzählt diese Dysopie aus der Ich-Perspektive der verschleppten Rhine. Das Mädchen, dessen einziger Hoffnungsschimmer in ihrem trostlosen Dasein als Unwillige Ehefrau der junge Diener Gabriel ist, gewährt dem Leser sehr tiefe Einblicke in das Leben der drei "Schwesterfrauen". Naturgemäß lernt man hierbei Rhine am Besten kennen, doch nicht nur die Dienerschaft und der unheimliche Schwiegervater, ja auch Linden und seine beiden anderen Ehefrauen bleiben dadurch eher blass. Und während sich in Rhines Welt alles nur um die Flucht zu drehen scheint, erkennt der Leser sehr bald, dass er es hier mit einem äußerst wankelmütigem Teenager zu tun hat, der sich immerzu dem Mitleid für seine Umgebung (ja, auch den Verantwortlichen für ihre Gefangenschaft!) hinreißen lässt, was ihren Fluchtplänen nicht gerade förderlich ist.
Diese geraten durch die ausschweifend detaillierte Beschreibung die Lauren DeStefano hier dem Alltag der Frauen zuteil werden lässt auch sehr bald in den Hintergrund und ich ertappte mich einige male dabei, wie ich mir beim Lesen "bla bla bla" dachte, denn ich habe vergeblich darauf gewartet, dass endlich einmal etwas geschieht. Die ständigen Wiederholungen, mit denen man im Buch konfrontiert wird, machen die Sache auch nicht besser.

Dies soll der erste Teil einer Trilogie sein, man kann ihn aber getrost auch als Einzelband lesen. Worüber ich recht froh bin, denn ich werde mir sicher keinen weiteren Teil davon antun.

Fazit: Wer hier wie ich eine spannende Dystopie á la "Panem" oder "Starters" erwartet, wird herb enttäuscht werden. Diese Aneinanderreihung von mäßig spannenden Alltagsbeschreibungen muss man nicht gelesen haben.  Dafür gibt es keine Leseempfehlung von mir!

Bewertung: ☆☆☆☆

Mittwoch, 22. August 2012

Ella Kingsley: Dancing Queen


Ohne Vorwarnung wird Maddie von ihrem Freund Lawrence auf offener Straße verlassen und als dann auch noch ihre Eltern, DAS 80er Pop-Duo beschließen auf Comback Tour zu gehen und Maddie derweil ihre Karaoke-Bar überlassen, ist das Chaos nun wirklich perfekt. Der heruntergekommene Club schreit nach mehr als nur einem neuen Anstrich und benötigt dringend ein paar Gäste.
Da kommt Maddie und ihrer Crew aus der Bar eine Zeitungsannonce gerade recht: Eine Reality-Show will ein neues Konzept starten und alte Bars aufmöbeln. Und Maddie ist dank einem Zusammenprallen mit dem attraktiven Nick nicht gerade auf das Kleingedruckte des Vertrages konzentriert, als sie ihn unterschreibt. Da sind böse Überraschungen schon vorprogrammiert...

Ella Kingleys Hauptprotagonistin Maddie, die völlig unmusikalische Tochter eines ehemaligen Top-of-the-Pops Duos scheint von Katastrophen verfolgt und schlittert mit liebenswerter Naivität immer wieder in solche hinein. Dank der Ich-Perspektive aus Maddies Sicht, in der dieser Roman verfasst ist, darf der Leser bei solchen Situationen hautnah dabei sein.
Die Geschichte ist mit einer guten Portion Witz erzählt und besonders bei den wenigen Dialogen zwischen Maddie und Nick musste ich herzlich lachen.
Doch da wären wir schon bei den Kritikpunkten. Die Autorin ließ sich bis zu ihrer Romanze zu viel Zeit, und genau die hat dann bei den Szenen zwischen Maddie und Nick gefehlt. Es wird viel Liebe in die Beschreibung der Bar und dem Ablauf der Reality Show gesteckt, wobei einige Protagonisten (Alex, Davinia) etwas auf der Strecke bleiben. Hier hätte ich mir mehr Ausgewogenheit gewünscht, was auch sicher zur Spannung beigetragen hätte. Denn richtig zur Sache ging es erst im letzten Drittel der knapp 400 Seiten...
Das Cover mit dem 80er-Jahre-Style Meerschweinchen (ganz offensichtlich Jaz' Andre), das man auch auf dem Schnitt wiederfindet, gefällt mir ganz toll, und lässt auch sofort erahnen, worum es in diesem Roman geht.
Dennoch eine sehr gute Idee, die mit dem Retro-Chick und dem Reality-TV Thema ein aktuelles Thema aufgreift.

Fazit: Schön geschrieben und mit viel Liebe und Witz erzählt, hätte diese Geschichte jedoch etwas mehr Aufmerksamkeit für seine Darsteller benötigt. Eine leichte Lektüre für zwischendurch.

Bewertung: ★★★★

Montag, 20. August 2012

Lissa Price: Starters


In einer undefinierten Zukunft herrschen für uns unvorstellbare Zustände in den USA. In einem bis vor einem Jahr andauernden Krieg wurden tödliche Sporen als Waffe eingesetzt und aufgrund einer zweifelhaften Impfpolitik überlebten nur zwei Altersgruppen: Kinder und Jugendliche, sogenannte "Starters" und Senioren, die meisten weit über Hundert Jahre alt, die als "Enders" bezeichnet werden. Die Mehrzahl der Kinder, die keine der privilegierten Enkel reicher Enders überlebt haben und die noch nicht in unmoralische Arbeitslager gesteckt wurden, kämpfen täglich auf der Straße ums Überleben. Eine Davon ist die sechzehnjährige Callie Woodland, die mit ihrem Bruder und einem Freund in einem verlassenen Wohngebäude haust, bis sie dort rausgeworfen werden. Als sie keinen anderen Ausweg mehr sieht, vertraut sie ihren Körper der "Body Bank" an, der ihre jugendliche Hülle für viel Geld an Enders vermietet, die dadurch für einige Zeit wieder jung sein können. Callie erhofft sich ein fettes Honorar am Ende ihrer Vertragszeit, doch das System ist nicht fehlerlos und ihre "Mieterin" verfolgt eigene Ziele...

Lissa Price hat in dieser Dystopie eine außergewöhnliche und neue Idee wirklich sehr gut umgesetzt. Kurze und rasante Kapitel fesseln den Leser an dieses Buch. Die Protagonistin Callie, die man hier in Ich-Perspektive bei ihrem kniffligen Kampf ums Überleben begleiten darf, war mir auf Anhieb sehr sympathisch. Die Autorin schreibt in einem spannenden, flüssigen und einfachen Stil, wodurch ich das Buch in wirklich kurzer Zeit verschlungen hatte.
Entfernt man den Schutzumschlag dieses Buches, erhält man ein in seidig schimmerndes Blau gebundenen Schmuckstück, das mir persönlich besser gefällt, als der düstere, futuristische Umschlag.
Das dicke Papier der Seiten lassen dieses Buch wie einen dicken Wälzer aussehen, doch die knapp 400 Seiten sind wirklich flott gelesen.
Ich freue mich schon auf den nächsten Teil, und bin gespannt wie es Callie weiterhin ergeht.

Fazit: Eine großartige, fesselnde Dystopie die sich vor anderen Berühmtheiten dieses Genres nicht verstecken muss! Absolute Leseempfehlung von mir!

Bewertung: ★★★★★

Donnerstag, 16. August 2012

Guillaume Musso: Nachricht von dir


JFK Airport New York wenige Tage vor Weihnachten: In einer überfüllten Cafeteria stoßen eine Frau und ein Mann zusammen, nach einem kurzen Wortgefecht sammeln beide ihre Habseligkeiten auf und steigen in ihre jeweiligen Flugzeuge. Beinahe zeitgleich merken Madeline in Paris und Jonathan in San Francisco dass sie ihre Handys vertauscht haben. Auf beiden befinden sich kompromittierende Bilder und Nachrichten. Und keiner der Beiden kann seine Neugier auf die jeweils andere Person zügeln, und so kommt nach und nach heraus, dass ihrer Beider Leben bereits seit Jahren miteinander verknüpft sind. Eine schmerzhafte Reise in die Vergangenheit beginnt...

Der Autor begleitet in dieser wunderschönen Geschichte abwechselnd Madeline und  Jonathan aus der Vogelperspektive. Die beiden halten Kontakt über Email und SMS, welche man im Buch durch eine Umrandung gekennzeichnet wiederfindet. Beide Hauptprotagonisten waren mir sofort sympathisch, die Geschichte ist außergewöhnlich fesseln und liebevoll geschrieben.
Die kurzen Kapitel, jeweils mit einem Zitat eingeleitet, steigern die Spannung noch und ließen das Buch bei mir zum Pageturner werden. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen und habe es mit wenigen Unterbrechungen verschlungen.
Das Cover ist wirklich passend zur Geschichte. Madeline ziert vor Pariser Hintergrund die Vorderseite, und Jonathan mit San Fanciscos Panorame die Rückseite.
Guillaume Musso schreibt derart spannend und flüssig, dass dies mit absoluter Sicherheit nicht mein letztes Buch von ihm gewesen ist :-)

Fazit: Ein großartiger Roman mit einer guten Prise Humor und einer Mischung aus Liebesgeschichte und Thriller. Hierfür gibt es eine absolute Leseempfehlung von mir!

Bewertung: ★★★★★

Montag, 13. August 2012

Agnes Nelle: Hier und jetzt und Himbeerkuchen


Als Iris eines Abends plötzlich von ihrem langjährigen Freund Jörg durch eine "junge Wilde" ersetzt wird, ist die Verlassene angemessen überrascht. Denn als "fades Gewohnheitstier" bezeichnet zu werden, ist ja wohl die Höhe. Als die Enddreißigerin dann am nächsten Tag auch noch vom Sohn ihres Chefs eine Liebeserklärung erhält, kann sie kaum an sich halten, denn sie und der 25jährige Felix, das wäre ja beinahe genauso lächerlich wie Jörg und seine "junge Wilde"!
Da lernt sie überraschend bei einem Kochkurs Niklas kennen, und ist sofort begeistert, denn der ist so solide und verlässlich. Genau das Richtige für die Bodenständige Iris. Aber da gibts doch sicher einen Haken??

Was habe ich bei diesem Buch gelacht! Und dann im nächsten Moment gleich wieder den Kopf zu schütteln über Iris. Die Beamtin, deren Leben man hier in Ich-Perspektive begleitet, ist so wunderbar naiv und herzensgut, dass sie von vielen ihrer Mitbürger einfach nur ausgenutzt wird. Doch sie sieht das gar nicht so, was ihre Freunde dazu bringt sie unbedingt beschützen zu müssen, was Iris wiederum gar nicht gut findet.
Agnes Nelle schreibt diese Wunderbare Geschichte über Freundschaft, Liebe und der Suche nach dem Richtigen in einem wunderbar erfrischend schnörkellosem und pragmatischen Stil. Ihre Hauptprotagonistin ist so sympathisch, dass ich sie am Liebsten bei der Hand genommen und ihr gute Ratschläge erteilt hätte.
Das Buch ist Ruck Zuck gelesen, denn die Spannung, was Iris wohl als nächstes passiert, lässt auf keiner Seite nach. Außerdem ist es schön zu erleben, welche Wandlung Iris im Laufe der Geschichte durchläuft.

Fazit: Eine Geschichte über die Suche nach dem Liebesglück. Spannend und erfrischend schön geschrieben. Absolute Leseempfehlung von mir!

Bewertung: ★★★★★

Sonntag, 12. August 2012

Marie Hermanson: Himmelstal


Als Daniel einen Brief seines Zwillingsbruders Max erhält, denkt er zunächst er käme direkt aus der Hölle. Doch das scheint nur ein Lesefehler. Denn es steht "Himmelstal" als Absendeortes. Daniel kommt Max' Bitte nach und Besucht seinen Bruder in der luxuriösen Klinik in den Schweizer Alpen. Dort angekommen, rückt Max sehr schnell mit dem Wahren Grund für Daniels Anwesenheit heraus: Er muss für kurze Zeit aus der Klinik verschwinden, um Geld für die Rechnungen zu beschaffen und Daniel soll ihn vertreten. Ohne wirklich zugesagt zu haben, findet sich Daniel am nächsten Morgen allein in der Unterkunft seines Bruders, der Pass, Handy und sogar seine Brille mitgenommen hat. Doch zunächst spielt er das Spielchen mit, denn es handle sich ja nur um ein paar Tage, und da gibt es ja auch noch die attraktive Corinne...
Doch Max taucht nicht wieder auf, und Daniel kommt allmählich dahinter, dass er nicht nur in dieser Hinsicht von seinem Bruder belogen wurde. Ein verzweifelter Kampf um die Freiheit beginnt...

Ein spannender Thriller, der mit einer guten Idee und kurzen Kapiteln besticht.. Ich habe das Buch auf nur zwei Tagen ausgelesen, denn ich wollte dringend wissen, wie es Daniel in der Klinik ergeht.
Der Hauptprotagonist ist sehr naiv und gutgläubig, Eigenschaften die ihn ja erst in seine brenzlige Lage gebracht haben. Es ist spannend zu sehen, welche Wandlung er im Laufe der Geschichte durchmacht. Die Autorin beschreibt ihr "Himmelstal" in einer sehr detaillierten, ja beinahe bildhaften Sprache. Doch das Hauptaugenmerk liegt ganz klar auf Daniel und der Umgebung, wobei die restlichen Charaktere doch sehr blass erscheinen. Was mich überrascht hat, war das Ende. Es kam mir zu schnell und zu lieblos. Hier hätte sich die Autorin an ihre vorhergehende Genauigkeit halten sollen.

Fazit: Ein flott zu lesender und spannender Thriller "für zwischendurch" in einem wirklich fesselndem, bildhaften Schreibstil verfasst.

Bewertung: ★★★★

Charlaine Harris: Vorübergehend tot


Bon Temps, ein Kleinstädtchen im Bundesstaat Louisiana. Hier tummelt sich so allerhand verschieden Menschliches, doch bisher, anders als im nahegelegenen Monroe kein Vampir.
Als dann plötzlich Bill Compton auftaucht freut sich Sookie Stackhouse, Kellnerin im Merlotte`s, unheimlich über ihren "ersten" Vampir. Sie hat sich lange gewünscht endlich mal einen mit eigenen Augen zu sehen. Sie rettet dem Blutsauger mutig das Leben und freundet sich schon bald mit ihm an. Doch als mehrere Tote Mädchen gefunden werden, erwürgt und mit Bissmalen versehen, gerät Bill mehr und mehr ins Visier der Polizei. Und auch die anderen Bewohner Bon Temps entwickeln eine gehörige Abneigung gegen alle Vampire. Für Sookie gilt es nun einen unschuldigen zu Retten und die Morde aufzuklären. Und nicht nur damit hat Sookie allerhand zu tun, denn plötzlich scheint es jemand auf sie selbst abgesehen zu haben, da trifft es sich doch gut, einen unsterblichen zum Freund zu haben...

Ich habe nun schon so viel über diese Reihe gehört und auch die darauf basierende Serie "True Blood" wurde mir schon mehrmals nahegelegt. Also habe ich mich nun endlich rangetraut an die "Sookie Stackhouse"-Reihe. Und meine zugegeben hohen Erwartungen wurden in fast allen Punkten erfüllt. Charlaine Harris schreibt wunderbar humorvoll und spannend. Unzählige male musste ich schmunzeln, bei Sookies manchmal doch frechem Mundwerk. Ihr Mut und Selbstbewusstsein im Umgang mit den Vampiren hat mich mehrmals erstaunt. Die junge Kellnerin war mir schon bald sehr sympathisch, und obwohl ich gegenüber Bill anfangs einige Vorbehalte und etwas Misstrauen an den Tag gelegt hatte, konnte ich mir nach einiger Zeit doch eingestehen, dass er zu den Guten gehört und das Buch wurde bei mir beinahe zum Pageturner.
Der Fokus in diesem Buch steht deutlich auf der Beziehung zwischen Sookie und Vampir Bill, und die Morde an den "Fangbangern" geraten immer wieder etwas in den Hintergrund. Das hätte ich mir etwas ausgewogener gewünscht. Ein weiterer Kritikpunkt meinerseits sind Sookies Gefühle gegenüber Bill. Diese kamen bei mir einfach nicht so richtig an, ich dachte mir mehrmals: warum ist sie eigentlich mit ihm zusammen?
Ansonsten ist dieses Buch aber seinem Ruf absolut gerecht geworden, und ich möchte unbedingt noch mehr über Sookie Stackhouse lesen!

Fazit: Ein spannender und toll geschriebener Vampirroman, der noch ein bisschen Luft nach oben lässt.
Hierfür gibt es ganz klar eine Leseempfehlung von mir!

Bewertung: ★★★★

Samstag, 4. August 2012

Lisa Schroeder: In Liebe, Brooklyn


Vor einem Jahr ist Brooklyns große Liebe Lucca gestorben. Seitdem wird sie von Alpträumen geplagt und findet keinen schlaf. Als Luccas bester Freund Gabe ebenfalls stirbt, wird Brooklyn in ein noch tieferes Loch gezogen. Da erhält Nico einen Hinweis von seinem verstorbenen Bruder, sich um Brooklyn zu kümmern, ihr zu Helfen. Doch nicht nur Brooklyn findet Trost in der neuen Freundschaft zu Nico, auch er erhält einen dringend benötigten Rettungsanker...

Der seidige Einband und die liebevolle Aufmachung dieses Buches, zeigt sofort, dass man hier etwas besonderes in den Händen hält. Und dieses Ahnung wird sogleich bestätig, wenn man das kleine Büchlein aufschlägt. Denn diese wunderbare und ergreifende Geschichte über Freundschaft, Liebe und Trauer wird mit Poesie erzählt. Die einzelnen Kapitel bestehen ausschließlich aus Gedichten, Briefen und eMails. Abwechselnd begleitet der Leser Brooklyn und Nico und erhält tiefen Einblick in deren Gefühle und Gedanken. Die Autorin präsentiert hier ein wahres Meisterwerk.

Fazit: Großartig! Eine völlig neue Erzählweise und eine sehr ergreifende Geschichte! Ein weiteres Buch auf meinem Favoriten-Stapel. Absolute Leseempfehlung von mir!

Bewertung: ★★★★★

Freitag, 3. August 2012

Heike Eva Schmidt: Purpurmond


Cat ist neu in Bamberg und bekommt die Abneigung ihrer Mitschüler, hauptsächlich durch die Clique um Liebling Sina, voll zu spüren. Bei einer Party im Bamberger Drudenhaus tappt sie von ihren Feindinnen eingesperrt in eine Falle der magischen Art. Ein kupferner Halsreif lässt sich nicht mehr abnehmen, und mithilfe eines altertümlichen Gedichts landet Cat im Bamberg der Vergangenheit. Ausgerechnet 1630, dem Höhepunkt der Hexenverbrennungen! Sie freundet sich mit Dorothea an, einer jungen Heilerin, die vom grausamen Richter Förg bedrängt wird. Cat wird bald klar, dass die Ursache für den Fluch um ihren Hals im "alten" Bamberg liegt, und es gilt ihr Leben zu retten, denn der Schmuck beginnt sich plötzlich um ihren Hals zusammenzuziehen...

Heike Eva Schmidt hat mit diesem Buch, einer Mischung aus Zeitreise-Fantasy und Historischem Roman einen Hit gelandet! Die Spannung beginnt im ersten Kapitel, das man mit Dorothea im Drudenhaus verbringt, und lässt auf keiner Seite des dramatischen Wettlaufs mit der Zeit nach. Der flüssige und jugendliche Schreibstil lassen die Seiten nur so vorüberziehen und das Buch ist in wenigen Stunden gelesen. Die Charaktere, mit Ausnahme von Richter Förg und seinen Schergen natürlich, sind alle sympathisch und authentisch. Cat sorgt mit ihrer unbedarften und temperamentvollen modernen Art im historischen Bamberg für einige Verwunderung, was mich beim Lesen sehr oft schmunzeln lies. Denn durch ihre Jugendsprache tappt sie in das ein oder andere Fettnäpfchen.
Das Cover allein ist ein absoluter Hingucker, und sorgt dafür, dass das Buch nicht nur ein literarisches Schmuckstück im Buchregal ist.

Fazit: Dieses Buch macht richtig Spaß! Ein absolutes Muss für alle Fans von Kerstin Giers Zeitreise-Romanen! Hierfür gibt es eine absolute Leseempfehlung von mir. Und wieder ein Buch auf meiner Lieblinge-Liste :-)

Bewertung: ★★★★★

Donnerstag, 2. August 2012

Cindy Spencer Pape: Steam&Magic - Feuerspiel

Auf der Suche nach verschleppten Mädchen gerät Sir Merrick Hadrian in einen Vampier-Überfall. Der Ritter eines Ordens wäre nicht so glimpflich davongekommen wäre eine Bande von fünf Weisen-Kindern nicht überraschend zu Hilfe gekommen. Alle Fünf mit einer besonderen Gabe gesegnet, werden daraufhin von dem Junggesellen Merrick und seiner Tante Dorothy aufgenommen. Doch die Rasselbande stürzt Merricks einst so ruhiges Heim in ein Chaos. Eine Gouvernante muss her. Und die ist in Dorothys Bekanntenkreis schnell gefunden: Miss Caroline Bristol, die selbst kein "normaler" Mensch ist, übernimmt die Erziehung der Kinder und wird schnell Teil einer außergewöhnlichen Familie, die sich immer wieder in gefährliche Abenteuer stürzt.

Die Autorin begleitet in dieser Geschichte Abwechselnd Merrick und Caroline, die sich magisch zueinander hingezogen fühlen. Sämtliche Charaktere in diesem Buch sind sympathisch und authentisch, denn jede einzelne hat ihre Ecken und Kanten. Die Spannung nimmt von der ersten Seite an stetig zu, was durch den wunderbar einfachen, flüssigen und detailbegeisterten Schreibstil Cindy Spencer Papes begünstigt wird. Hätte ich nicht ständig andere Verpflichtungen gehabt, hätte ich das Buch in einem Rutsch durchgelesen, denn dieser großartige Auftakt einer neuen Steampunk-Reihe ließ mich nicht mehr los.
Ich freue mich schon jetzt auf mehr von dieser Autorin.

Fazit: Ein gelungener Auftakt der "Gaslight-Chroniken", der auf noch einige Bücher dieser talentierten Autorin hoffen lässt. Ein wahrer Genuss für Steampunk-Fans. Dafür gibt es eine absolute Leseempfehlung von mir und ein weiteres Buch auf meinen wachsenden Favoriten-Stapel.

Bewertung: ★★★★★