Dienstag, 31. Dezember 2013

Adventskalender: Apfel, Zimt und Todeshauch (Nicola Förg)


Der Weihnachtsurlaub auf einer Skihütte in den Dolomiten könnte so schön sein, wäre da neben den wunderschönen Sonnenauf- und -untergängen und der Kunst - äh... Technischen - Schneeanlage nicht auch noch der gruselige Leichenfund auf der Terrasse....

Auch dieses Jahr hat mich mein Schatz mit einem Krimi-Adventskalender bedacht. Die 2013-Ausgabe wurde von der bekannten Regionalkrimi-Autorin Nicola Förg verfasst.
Das Geschehen wird aus der Vogelperspektive erzählt, beginnt sehr vielversprechend und hält für den Schluss auch eine interessante Auflösung bereit. Doch das Mittelfeld war bestenfalls Mittelmäßig. Der zuständige Kommissar bleibt sehr blass, der Leser kann mit ihm auf den wenigen Seiten keine Bindung aufbauen und ist somit unbeteiligtes Randmitglied bei der Auflösung des Mordfalls.

Fazit: Ist natürlich schwierig auf 24 kleinen Seiten eine tolle Story hinzuquetschen, aber für einen mittelmäßigen Kurzkrimi gibts leider auch nur mäßig Punkte. Die Version von 2012 hat mich mehr begeistert. Schade.

Bewertung:

George R.R. Martin: Die Saat des goldenen Löwen (Das Lied von Eis und Feuer 04)


Die zahlreichen Könige Westeros' dezimieren sich gegenseitig, das Volk ist zerrissen und in Königsmund herrschen Hunger, Verzweiflung und Wut.
Während Tyrion versucht die Bevölkerung in Schach zu halten und sich auf den Krieg vorbereitet, hat Theon Winterfell eingenommen. Die Bedrohung jenseits der Mauer nimmt immer mehr Formen an, und in Harrenhal kämpft Arya ihre ganz eigene Schlacht...

Getreu dem Motto ihres Hauses tut Catelyn ihre Pflicht, obwohl sie aufgrund der neusten Ereignisse manchmal einfach aufgeben möchte. Und auch für Jon jenseits der Mauer ist es an der Zeit, seine Pflicht zu tun. Arya beweist ein weiteres Mal, dass sie eine wahre Stark ist und auch Bran handelt in der größten Not seines Volkes Besonnen und Weise.
Meine Lieblinge wachsen also an ihren Aufgaben.

Auch der 4. Teil des Spiels um Throne reißt den Leser mit sich. Einmal eingetaucht in die fantastische Welt der Sieben Königslande, möchte man gar nicht mehr zu lesen aufhören.
Wie schon bei den Vorgängern begeistert George R.R. Martin mit seinem ganz besonderen Stil und detailreicher Darstellung.
Der rege Perspektivenwechsel macht es dem Leser wieder möglich, das Geschehen aus mehreren Sichtweisen zu verfolgen. Ich bin weiterhin begeistert!

Reihenfolge:
01. Die Herren von Winterfell
02. Das Erbe von Winterfell
04. Die Saat des goldenen Löwen
05. Der Sturm der Schwerter
06. Die Königin der Drachen
07. Zeit der Krähen
08. Die dunkle Königin
09. Der Sohn des Greifen
10. Ein Tanz mit Drachen


Fazit: FAMILE, EHRE, PFLICHT!
Langeweile ist auch nach 4 Teilen des großartigen High-Fantasy-Epos absolut kein Thema! Absolute Leseempfehlung von mir!
Her mit dem 5. Teil ;-)

Bewertung:

Freitag, 20. Dezember 2013

Christopher Ross: Mein Freund, der Husky



1924 beschließt die junge Krankenschwester Jennifer aus ihrem kalten Elternhaus auszubrechen und in der kalten Weite Alaskas ein neues Leben zu beginnen. Bereits auf der Schifffahrt begegnet sie Fallensteller Hendrik und seinem Husky Balto, mit denen sie bald eine innige Freundschaft teilt. Doch nicht alles ist eitel Sonnenschein in der eisigen Kälte am Polarkreis, eine schlimme Krankheit ist auf dem Vormarsch...

Christopher Ross hat mit Jennifers Geschichte einen spannenden Roman verfasst, der auf wahren Begebenheiten beruht. Husky Balto gab es wirklich, und auch die Diphtherie-Epidemie in Nome ist keine erfundene Katastrophe.
Der Leser begleitet Jennifer über mehrere Monate hinweg bei ihrer Arbeit, freut sich mit ihr über die Weite Alaskas, den Hundeschlittenfahrten und besteht sogar einige Abenteuer gemeinsam mit der sympathischen Hauptdarstellerin.
Manchmal wirkt sie etwas zu naiv, aber das war zu der Zeit wohl so.
Auch Jennifers Kollegen im Krankenhaus schließt man gleich ins Herz, trotz derer manchmal ruppiger Art.
Die Schreibe des Autors ist spannend und flüssig. Und die Geschichte schön detailreich geschildert. Nur hätte die Hundeschlitten-Stafette und die Epidemie ruhig ein wenig mehr Aufmerksamkeit verdient und einen größeren Teil des Buches ausmachen können. Hierzu kommt Christopher Ross nämlich erst im Hinteren Drittel zu sprechen.

Fazit: Eine spannende Geschichte mit viel Hintergrundwissen. Leider wurde die auf dem Klappentext erwähnte Epidemie und Hundeschlitten-Stafette etwas zu kurz und schnell abgehandelt.

Bewertung:

Noel Hardy: Der Advent, in dem Emma ihren Schutzengel verklagte


Restaurateurin Emma wird seit Jahren vom Pech verfolgt. Am 30. Geburtstag von ihrem Freund sitzengelassen, eine durch ihre Ungeschicktheit zerstörte Vase aus der Ming-Dynastie, der nicht verlängerte Kredit ihres Vaters... Die Liste ließe sich beinahe endlos weiterführen.
Als jedoch kurz vor Weihnachten bei der Arbeit das Gerüst unter Emma zusammenbricht und sie nur knapp dem Tode entrinnt, ist das Fass übergelaufen: Emma verklagt ihren Schutzengel!

Eine liebeswerte Weihnachtsgeschichte hat sich Noel Hardy da einfallen lassen. Emma als Pechmarie überzeugt und "erarbeitet" sich schnell die Sympathien des Lesers.
Auch ihr Vater und der Chef sind liebenswerte Menschen, die trotz Emmas negativen Einflüssen auf ihr eigenes Glück immer zu ihr halten. Selbst dann, als sie Schadenersatz vom Himmel fordert.
Die Geschichte ist flüssig, direkt, humorvoll und spannend erzählt. Natürlich ist vieles vorhersehbar, doch hat der Autor einige unverhoffte Wendungen im Petto.
Auch die Darstellung des Himmels als Firma, die mit dem Teufel als Konkurrent um Marktanteile kämpft ist für mich neu und eine wirklich witzige Idee.
Zum Schluss wird das Ganze leider etwas hektisch und teilweise schwer nachzuvollziehen. Hier hätten dem Buch einige Seiten mehr keinesfalls geschadet und auch der Grund für den Punktabzug.

Fazit: Eine charmante und witzige Weihnachtsgesichte der etwas anderen Art, die mit einigen Lachern für locker leichtes Lesevergnügen für zwischendurch sorgt.

Bewertung:

Suzanne Brockmann: Im Netz der schwarzen Witwe


Nach jahrelangen erfolglosen Ermittlungen läuft John Miller und seinen FBI-Kollegen endlich die "Schwarze Witwe" auf einer Nobel-Ferieninsel vor die Linse. John, der seit einem missglückten Einsatz an Schlaflosigkeit und Alpträumen leidet, begibt sich auf eine Gefährliche Undercovermission: Eine Heirat mit ausgerechnet der Frau, die ihre frisch angetrauten Ehemänner zu ermorden pflegt.
Doch ein unerwarteter Gegner gefährdet den ohnehin riskanten Einsatz zusätzlich: Johns starke Gefühle für Mariah, eine Freundin der Zielperson...

Suzanne Brockmann hat mich in diesem Jahr schon mit ihrer "Operation Hearbreaker" Reihe begeistert. Da wundert es nicht, dass ich dieses Buch unbedingt aus der Bibliothek mit nach Hause nehmen musste.
Die Autorin hat meine Erwartungen im Großen und Ganzen nicht enttäuscht und einen spannenden, flüssigen und emotionalen Roman vorgelegt.
Vorhersehbar war die Story zwar, aber da dieser Umstand das Lesevergnügen zu keiner Zeit schmälerte, sehe ich gern darüber hinweg.
Mariah, die ja auch nicht wirklich die ist für die sie sich ausgibt, und John sind auf Anhieb sympathisch und harmonieren perfekt miteinander.
Serena, die schwarze Witwe, bleibt sehr blass und die Interaktion zwischen ihr und dem männlichen Hauptdarsteller wird meist nur am Rande erwähnt. Hier hätte ich mir definitiv mehr erhofft, daher auch der Punktabzug.

Fazit: Ein lesenswertes Buch, das leider nicht ganz an die faszinierende "Operation Heartbreaker"-Reihe der Autorin heranreicht.

Bewertung:

Mittwoch, 18. Dezember 2013

Carina Bartsch: Türkisgrüner Winter (Emely und Elyas 02)


Endlich hat Emely ihren Gefühlen und Elyas Werben nachgegeben und eine zarte Bande zu ihrer großen Liebe aufgebaut. Doch bereits kurz nach dem alles verändernden Campingausflug wirkt er plötzlich wieder unnahbar Und auch Luca, der anonyme Email Freund macht sich reichlich rar. Emely versteht die Welt nicht mehr, kann sie doch vor allem Elyas nicht mehr aus ihren Gedanken vertreiben...

In einem Kapitel zum Brüllen komisch, im nächsten wieder zutiefst Traurig. Und manchmal möchte man die beiden Hauptprotagonisten einfach nur Schütteln, um ihnen etwas Verstand einzubläuen.

War der erste Band über Emely und Elyas schon super, so setzt Carina Bartsch dem noch eins drauf.
Dieses Buch ist wahrlich eine Achterbahn der Gefühle. Freude, Trauer, Glück, Schmerz, Liebe und Hass... all das darf der Leser hautnah miterleben.
Die Autorin versteht es nach wie vor Prima, ihren Leser in die Emotionen der Darsteller mitfühlen zu lassen. Die Jugendsprache, die mich in "Kirschroter Sommer" schon sehr gestört hatte, wurde hier zum Glück größtenteils ausgemerzt. Carina Bartsch gibt die Fortsetzung von Emely und Elyas derart spannend und flüssig zum Besten, dass man dieses Buch zu keiner Zeit aus der Hand legen möchte. Und so haben sich nicht nur unsere Hauptdarsteller die Nächte um die Ohren geschlagen, sondern auch ich. Aber im Gegensatz zu unserem Liebespaar nur eine, denn sie ließen mich einfach nicht mehr los.

Fazit: Großartig! Die Fortsetzung toppt den ersten Band noch. Absolute und uneingeschränkte Leseempfehlung von mir! Wer diese Geschichte noch nicht gelesen hat, sollte es unbedingt tun!

Bewertung:

Freitag, 13. Dezember 2013

Thomas Thiemeyer: Die Stadt der Regenfresser (Chroniken der Weltensucher 01)


Berlin 1893: Eine bisher unentdeckte Stadt in den Wolken Perus ruft den Forscher Carl Friedrich Donhauser, selbsternannter unehelicher Nachkomme von Alexander von Humboldt, auf den Plan. Er befindet sich in dem Besitz einer Fotografie der Stadt und will mithilfe seiner Nichte Charlotte, dem Straßendieb Oskar und seiner treuen Begleiterin Eliza, einem Medium nebenbei bemerkt, die Geheimnisvolle Stadt erkunden. Doch auf ihren Fersen befinden sich gefährliche, und nicht nur menschliche Gegner...

Eine bunte Mischung hat sich Thomas Thiemeyer für seine Entdecker-Reisegesellschaft da einfallen lassen. Ein Straßenjunge á la Oliver Twist, einen verschlossenen und undurchsichtigen Forscher, ein Medium und eine belesene aber verwöhnte Nichte. Zusätzlich noch eine Material-Arts Kriegerin mit einem ängstlichen Schreibtischhasen als Gegenpol.
Doch genau diese willkürlich anmutende Zusammenstellung der Hauptprotagonisten macht einen Großteils des Charms der Geschichte aus. Oskar schließt man sofort ins Herz. Eliza steht dem Jungen da in nichts nach. Und selbst die erst arrogante Charlotte taut bald auf. Einzig der Forscher bleibt schwer greifbar. Seine Motive werden in diesem Ersten Band der Mehrteiligen Weltensucher-Reihe nicht wirklich deutlich.
Der Schreibstil des Autors ist spannend, hat man doch hier ganz flott die erste Hälfte des Buches verschlungen. Doch der Versuch, durch einen sehr direkten Stil nochmal an Spannung draufzupacken, lässt das Ganze an einigen Stellen etwas holperig wirken. Und dadurch geht vor allem in der zweiten Hälfte viel an Detail verloren. Was aber meiner Ansicht für solche Fantasy-Romane essentiell ist.
Daher gibts von mir einen kleinen Punktabzug. Das Buch ist aber dennoch sehr lesens- und empfehlenswert.

Fazit: Ein gelungener Abenteuer-Fantasy-Roman, aus einer Zeit in der es noch größere Flecken der Erde gab die unentdeckt waren. Trotz der Schwächen bin ich gespannt auf die Nächste Reise von Oskar und seinen Freunden.

Reihenfolge:
01. Die Stadt der Regenfresser
02. Der Palast des Poseidon
03. Der gläserne Fluch
04. Der Atem des Teufels
05. Das Gesetz des Chronos

Bewertung:

Samstag, 7. Dezember 2013

Carina Bartsch: Kirschroter Sommer (Emely & Elyas 01)


Die Literaturstudentin Emely freut sich unbändig als sich ihre beste Freundin dazu entscheidet, zu ihr nach Berlin zu ziehen um Modedesign zu studieren. Jedoch hat die Medallie eine Schattenseite namens Elyas: Alexandras Bruder, bei dem Alex einzieht. Emely hasst den charmanten Frauenschwarm aus tiefstem Herzen, seit dieser ihr Leben vor sieben Jahren zur Hölle werden ließ. Zu Emelys Leidwesen hat sich ausgerechnet dieser nun in den Kopf gesetzt, sie in sein Bett zu locken...

Ein großes Lob an die Autorin. Carina Bartsch schafft es bereits mit ihrem Debütroman den Leser derart zu fesseln, dass man sich richtig schwertut das Buch zur Seite zu legen.
Schön spannend und flüssig geschrieben wird die Gesichte um Emely und Elyas schnell zum Pageturner.
Die sympathische, bodenständige und intelligente Hauptdarstellerin aus deren Perspektive dieses Buch geschrieben ist, zeigt dem charmanten und tiefgründigen Hauptdarsteller die kalte Schulter. Doch Elyas gibt sich wirklich Mühe und schnell merkt man, dass hinter der coolen Fassade des Schönlings einiges mehr steckt.
Bei Emely kann man ihre innere Zerrissenheit und das brodelnde Gefühlschaos regelrecht spüren. Bei den Wortgefechten der beiden musste ich nicht nur einmal laut lachen :)

Die Schreibe ist schön flüssig, jedoch war mir an einigen Stellen einfach zu viel Jugendsprache im Spiel. Hier handelt es sich schließlich nicht mehr um Jugendliche, sondern um junge Erwachsene. Es musste also nicht sein, und dem Buch hätte es sicher keinesfalls geschadet. Außerdem kam mir das Wort "Arsch" definitiv zu oft vor.
Daher gibts von mir den Punktabzug. Trotzdem ist das Buch wirklich äußerst Lesenswert! Und ein heißer Anwärter auf einen Platz im Favoritenstapel. Ich freu mich schon sehr auf den zweiten Teil, der sich bereits auf meinem SuB befindet :)

Fazit: Eine toll erzählte Geschichte über die Liebe zweier junger Erwachsener. In einem Stil erzählt der einen dazu verleitet, das Buch in einem Rutsch durchzulesen. Trotz Punktabzug gibts eine absolute Leseempfehlung von mir!

Bewertung:

Montag, 2. Dezember 2013

Meg Cabot: Der will doch nur spielen (New York Journal 02)


Der New Yorker Wohnungsmarkt ist ein dreckiges Geschäft. Das erlebt Personalreferentin Kate gerade am eigenen Leib. Und so lebt der frisch getrennte Single auf der Couch ihrer besten Freundin Jen, mit der sie auch gemeinsam beim NY Journal arbeitet. Ein toller Job wäre da nicht ihre Chefin Amy, die Schrecklich Büro-Tyrannin (kurz SBT genannt). Diese zwingt Kate eine sehr beliebte Kollegin zu feuern, und damit fängt der ganze Schlamassel erst richtig an...

Bisher kannte ich von Meg Cabot nur ihre Jugendbuchreihe "Plötzlich Prinzessin". Doch auch dieser Erwachsenenroman ist schön flüssig und aufgrund der Email-, Fax- und Mailboxnachrichten-Form, aus denen das gesamte Buch besteht, sehr flott gelesen.
Der Schriftwechsel zwischen den einzelnen Protagonisten ist kurzweilig, aufschluss- und abwechslungreich. Vor allem die teilweise heftigen Schlagabtausche zwischen den Hertzog-Geschwistern sind zum schreien komisch.
Allerdings war mir der Schluss etwas ZU offen. Da hätten schon noch ein paar Mails mehr kommen können. Aber vielleicht gibts noch ein kurzes Intermezzo der hiesigen Protagonisten im dritten Teil der New-York-Journal-Reihe.
Und ein großes Minus meinerseits ist jegliches Fehlen von Datums- und Zeitangaben. Wie aufmerksame Leser meiner Rezensionen sicher bereits wissen, mag ich es gar nicht, wenn mir das Zeitgefühl in einem Buch abhanden kommt.
Für nette Stunden zwischendurch ist diese, mit vielen Liebenswerten und/oder Verrückten Charakteren vollgestopfte Geschichte völlig okay! Was der Deutsche Titel allerdings soll, ist mir völlig schleierhaft. Im Original (Boy meets Girl) passt das viel besser.
Positiv ist auch, dass man den ersten Teil der Reihe nicht gelesen haben muss um hier mitzukommen.

Fazit: So gibts von mir 4 Fuxxis für diesen kurzweiligen und locker-flockigen Roman für Zwischendurch und eine bedingte Leseempfehlung. Wer Bücher in Email-Format nicht mag, sollte hiervon allerdings die Finger lassen.

Reihenfolge:

01. Um die Ecke geküsst
02. Der will doch nur spielen
03. Aber bitte für immer

Bewertung:

Freitag, 29. November 2013

Maggie Stiefvater: Wen der Rabe ruft (Raven-Boys 01)


Als Tochter einer Wahrsagerin hat Blue, die entgegen der Familientradition nicht "Sehen" kann, sondern nur die Energetischen Fähigkeiten verstärken, hat es nicht immer leicht. Zudem wurde ihr schon zu ihrer Kindheit prophezeit sie werde eines Tages ihre wahre Liebe töten.
Jedes Jahr am Vorabend zum Markustag empfängt Blue mit einer ihrer Verwandten die Seelen derer, die im kommenden Jahr sterben werden. Doch dieses Jahr taucht auf dem verlassenen Friedhof plötzlich der Geist eines 16jährigen Jungen auf, den Blue anders als die übrigen anwesenden Geister auch sehen kann. Was nur bedeuten kann: entweder ist Gansey Blues wahre Liebe oder sie tötet ihn...

Wieder ein Buch von Maggie Steifvater, das man gar nicht mehr zur Seite legen mag.
Vielschichtige Charaktere machen in diesem Buch das Tüpfelchen auf dem i aus.
Blue ist eine sympathische 16jährige, die mit aller Macht von den anderen herausstechen möchte. Dazu näht sie ihre Kleider selbst und hat in Jahrelanger Mühe ihre zerzauste Frisur perfektioniert.
Gansey ist das genaue Gegenteil: als reiches Kind superreicher Eltern ist er immer perfekt gekleidet. Doch er spielt nicht nur mit teueren Spielzeugen, er benutzt die seinen dazu, einen verschollenen walisischen König und die berühmten Ley-Linien zu finden.
Zur Hand gehen ihm dabei der mürrische und beängstigend ehrliche Ronan, der ein paar traumatische Dinge erlebt hat, der stille und unangenehm kalte Noah und Adam. Der Junge aus der Wohnwagensiedlung der dank eines Stipendiums die Aglionby-Privatschule besucht.

Die Autorin besticht wie gewohnt mit einem einfachen, bildhaften und flüssigen Stil. Sie versteht es gekonnt, ihre Leser mit magischen Orten, liebenswerten Charakteren und einer faszinierenden Story ans Buch zu fesseln.
So wird auch der Auftakt ihrer neuen Raven-Boys-Reihe schon bald zu einem Pageturner. Ich bin schon sehr gespannt wie es weitergeht mit Blue und ihren Raben-Jungs auf der Suche nach dem König.
Hoffentlich muss ich nicht mehr zu lange auf die deutsche Übersetzung warten, denn im Original ist der Nachfolger ja bereits erschienen.

Fazit: Toll! Maggie Stiefvater hat mich ein weiteres Mal total begeistert! Absolute und uneingeschränkte Leseempfehlung von mir! Außerdem ist jetzt ein weiterer Platz im Favoriten-Regal mit einem Stiefvater-Buch besetzt.

Bewertung:

James Bowen: Bob, der Streuner


Rebellischer Jugendlicher, Drogenabhängiger, Obdachloser, Krimineller, mehr oder weniger erfolgloser Straßenmusiker...
Mit 28 Jahren hat James Bowen schon einen ansehnlichen Lebenslauf. Und das nicht im positiven Sinne. Doch das Blatt wendete sich für den Londoner, als ein roter Kater in sein Leben tritt: Bob, den er eines Tages von der Tür seiner Sozialwohnung fand. James pflegt das abgemagerte und verletzte Fellknäuel gesund und wird im Gegenzug von Bob adoptiert und bei der Arbeit mit der Gitarre auf Londons Straßen begleitet. Mit unglaublichem Erfolg, denn die Leute lieben Bob. Schon bald ist das ungleiche Paar eine Berühmtheit auch außerhalb Großbritanniens Metropole.

Dieses Buch erzählt aus James Bowens Sicht wie Bob sein Leben veränderte. Beide haben einiges erlebt. Nicht immer gutes, und die Furcht Bob wieder zu verlieren ist bei James allgegenwärtig. Andererseits will er Bob ein wirklich guter Freund sein, und beschließt sich endgültig aus dem Drogensumpf zu befreien.
Das kleine Büchlein ist spannend erzählt und dementsprechend schnell gelesen. Die angenehm kurzen Kapitel und der flüssige und einfach Stil tun noch einmal ihr übriges dazu, dass man dieses Buch ganz flott zwischendurch genießen kann.
Einzig die zahlreichen Wiederholungen und der manchmal verwirrende Zeitablauf haben mich gestört. In einigen Absätzen hatte ich einfach kein Gefühl dafür entwickeln können, wie viel Zeit in der Geschichte nun vergangen war. Und so etwas stört mich persönlich einfach...

Schade auch, dass ich von James und seinem Bob noch nichts wusste, als ich 2010 in London Urlaub machte. Ich hätte sie bestimmt einmal an ihrem üblichen Standort am Covent Garden besucht.

Fazit: Eine kurzweilig erzählte, wahre Geschichte über die tiefe tierisch-menschliche Freundschaft einer mittlerweile internationalen Berühmtheit. Eine Leseempfehlung kann ich hierfür definitiv aussprechen.

Bewertung:

Montag, 25. November 2013

George R.R. Martin: Der Thron der Sieben Königreiche (Das Lied von Eis und Feuer 03)


Ein blutroter Komet am Himmel ist vielen Königen das Zeichen ihrer rechtmäßigen Krönung. So lassen sich jeweils Renly und Stannis Baratheon zum König der Sieben Königslande krönen und Robb Stark wird zum Herrscher des Nordens ausgerufen. Doch auch jenseits der Meerenge folgt eine Königin dem Weg des Kometen, und diese hat drei Drachen im Gepäck. Das Spiel um Throne geht in eine neue, aufregende Runde, denn es bemüht sich noch ein Lord, die Krone zu bekommen.

George R.R. Martin bleibt seinem Stil treu und begeistert den Leser daher auch mit dem dritten Band um sein fiktives Land Westeros. Nachdem man anfangs etwas Zeit bekommt, das bisher Geschehene zu verdauen, zieht die Spannung bereits in der ersten Hälfte der Erzählung wieder stark an. Man begleitet Arya auf ihrem Weg nach Hause, was alles andere als Ruhig verläuft. Jons Leben auf der Mauer bleibt auch bar jeder Langeweile, währenddessen versucht Tyrion die Torheiten seiner Schwester und Joffreys einzudämmen.
Und so möchte man auch dieses Buch nicht mehr aus der Hand legen.
Endlich trifft man hier auch mal auf Roberts älteren Bruder Stannis, der jedoch zu keinem Zeitpunkt Sympathiepunkte erntet. Zudem kommt Theon Graufreud neben den bereits bekannten Hauptprotagonisten "zu Wort". Was das Wappen und der Leitspruch auf dem Cover dem aufmerksamen Auge sicher schon verraten hat.

Wieder erlebt man die Geschichte sehr Facettenreich durch den regen Perspektivenwechsel durch die einzelnen Hauptprotagonisten. Die bereits bekannten Personen entwickeln sich weiter, sodass man sogar Sansa ein paar positive Gefühle entgegenbringen kann.
Auch die Schreibe von George R.R. Martin hat mich ein weiteres Mal verzaubert und ich möchte so schnell wie möglich nach Westeros zurückkehren.


Reihenfolge:
03. Der Thron der sieben Königreiche
04. Die Saat des goldenen Löwen
05. Der Sturm der Schwerter
06. Die Königin der Drachen
07. Zeit der Krähen
08. Die dunkle Königin
09. Der Sohn des Greifen
10. Ein Tanz mit Drachen


Fazit: WIR SÄEN NICHT!
Zum Dritten Mal eine Absolute Leseempfehlung für die Sage um Westeros von mir! Ich bin gespannt auf die Fortsetzung.

Bewertung:

Freitag, 22. November 2013

Janne Ahonen: Königsadler - Mein Leben als Skispringer


Finnlands Nationalheld Janne Ahonen, der als einziger Skispringer bisher die Deutsch-Österreichische Vier-Schanzen-Tournee fünf mal gewonnen hat lässt in seiner Biografie tief in den Skisprung-Zirkus blicken.
Ganz nebenbei erfährt man auch einiges Private von dem sonst öffentlich äußerst zurückhaltenden Spitzensportler. Ahonen, der neben Martin Schmitt, Sven Hannawald, Andi Goldberger und Adam Malysz Jahrelang an der eisigen Spitze im Skispringen zählte, hat bis auf eine Olympia-Einzelmedallie alles gewonnen, was es in seiner Disziplin zu gewinnen gab.
Diese Biografie ist daher auch geprägt von seinen sportlichen Erfolgen und den damit verbunden psychischen und physischen Anstrengungen, die es zu ertragen gilt, möchte man in der Skisprung-Szene erfolgreich sein.
Zu Wort kommen in Jannes Biografie seine Teamkollegen Matti Hautamäki, Risto Jussilainen, Ville Kantee sowie die Konkurrenten Martin Schmitt, Andi Goldberger und Jannes Frau Tiia.

Wer regelmäßiger Zuschauer der Skisprung-Wettbewerbe ist, wird von den aufgelisteten Erfolgen Ahonens sicher nicht überrascht werden. Die Hintergründe sind die, die hier das Gewisse Etwas ausmachen.

Die deutsche Übersetzung des Finnischen Bestsellers ist jedoch grauenhaft. Unzählige Rechtschreibfehler und oftmals Fehlen ganzer Wörter lassen den Lesefluss immer wieder Stocken. Zum Schluss hin, scheint dies sogar noch zuzunehmen.
Hinzu kommt, dass der Autor es mit Zeitlichen Sprüngen eindeutig übertreibt. Beinahe jede Seite enthält einen solchen Zeitsprung, was mich beim Lesen sehr angestrengt hatte.

Für Fans beinhaltet das Buch einige Seiten mitunter Privater Fotos des Stars und auch Auszüge aus seinen Trainingstagebüchern.

Fazit: Die vielen Rechtschreibfehler und das allgemein verwirrende Zeitliche Durcheinander der Biografie machen das Lesen nicht gerade einfach. Dennoch ein wirklich spannender Einblick in die Welt des Skispringens.

Bewertung:

Sonntag, 17. November 2013

Joanne K. Rowling: Die Märchen von Beedle dem Barden


Beschreibung:
Welcher ordentliche Zauberer kennt sie nicht? In- und auswendig. Die großartigen alten Märchen, die Beedle der Barde für die magische Gemeinschaft gesammelt hat. Die jedem Zaubererkind zur guten Nacht vorgelesen werden. Die Hermine mit Albus Dumbledores altem Buch vererbt bekam. Und die Harry Potter fast zu spät gelesen hat. Denn ein wertvoller Hinweis daraus rettete ihm am Ende das Leben - im Kampf gegen Voldemort, dem grausamsten schwarzen Magier aller Zeiten. 
Jetzt sind fünf dieser Märchen endlich auch Muggel-Lesern zugänglich. Eine Sternstunde für Millionen von Potter-Fans überall auf der Welt. Und für alle sonstigen Muggel, die einen siebten Sinn für zauberhafte Geschichten haben.

In diesem 110-Seiten Büchlein finden wir neben dem aus "Harry Potter und die Heiligtümer des Todes" bekannten Märchen der drei Brüder die dem Tod begegnet sind vier weitere Märchen der magischen Welt aus der Feder von Joanne K. Rowling. 

Wie auch die Märchen der Muggel ist die magische Version relativ kurz und bringt den jungen Lesern und Zuhörern gern gesehene Tugenden wie Bescheidenheit, Hilfsbereitschaft, Ehrlichkeit und mehr nahe.
Da ich das Buch aus der Bibliothek geliehen habe, hab ich keineswegs das Gefühl für den recht Stolzen Preis von 12,90 zu wenig bekommen zu haben. Dass der Erlös aus dem Verkauf dieser Bücher an eine Kinderhilfsgruppe geht, sollte all jenen jedoch ein großer Trost sein.
Ich für meinen Teil habe dieses Buch genossen, auch die manchmal etwas ausschweifenden Kommentare unseres Lieblings-Schulleiters Albus Dumbledore. 
Liebevoll illustriert ist diese Sammlung auch ein besonderer Hingucker neben den Harry-Potter Bänden im Bücherregal.

Fazit: Für eingefleischte Harry Potter-Fans wie mich ein absoluter Leckerbissen.

Bewertung:

Samstag, 16. November 2013

Patrick Rothfuss: Der Name des Windes (Königsmörder-Chronik 01)


Ich bin Kvothe der Blutlose, Kvothe der Arkane und Kvothe der Königsmörder. Ihr habt womöglich schon von mir gehört.

Kovthe, hochintelligentes und magisch begabtes Kind fahrender Spielleute ist erst 12 als die Chandrian seine gesamte Truppe auslöschen. "Jemandes Eltern haben die Falschen Lieder gesungen", teilt ihm einer der furchterregenden Gestalten mit.
Nach Rache sinnend schlägt sich das junge Genie allein durchs Leben und wird sogar dank seines außergewöhnlichen Verstandes als jüngster Schüler an der Universität aufgenommen. Doch das Leben hält noch viele große und kleine Stolpersteine für Kvothe bereit...

Mit 860 Seiten ist der erste Teil der Königsmörder-Chroniken kein Leichtgewicht. Doch der kurzweilige und fesselnde Stil dieser Erzählung lassen den Leser das Buch dennoch Ruck-Zuck durchlesen.
Patrick Rothfuss erschuf mit dem jungen Magier Kvothe einen Hauptprotagonisten, der die Flinte nicht so schnell ins Korn wirft. Und obwohl ihm vieles dank seines außergewöhnlichen Verstandes nur so zufliegt, gleicht sich das durch seine Schwierigkeiten in vielerlei Dingen wieder aus. Seine Leidenschaft und seine Wissbegier sind bewundernswert. Ein absoluter Sympathieträger!
Mit Bast hat Kvothe auch noch einen getreuen und besorgten Weggefährten bei sich.

Wer bei diesem historisch angehauchten Fantasy-Epos entsprechende sprachliche Stilmittel erwartet wird überrascht sein. Überwiegend findet man in den Memoiren des Königsmörders modernen Satzbau und auch Sprache. Doch daran hat man sich mindestens so schnell gewöhnt, wie einen diese Geschichte in den Bann zieht. Und dank der flüssigen Schreibe des Autors  und den gut gegliederten Kapiteln ist das Buch kurzweilig und überraschend schnell gelesen.

Fazit: Der erste Teil der Königsmörder-Chronik macht Appetit auf die Folgebände. Ein wirklich gelungener Auftakt zu diesem High-Fantasy-Epos. Absolute Leseempfehlung und Favoritenstatus von mir!

Reihenfolge:
01. Der Name des Windes
02. Die Furcht des Weisen - Teil 1
03. Die Furcht des Weisen - Teil 2

Bewertung:

Nina George: Das Lavendelzimmer


"Die Dummheiten der Liebe sind die schönsten. Aber man bezahlt am teuersten für sie."

Der Besitzer von Paris' berühmter Literarischen Apotheke, einem Bücherschiff auf dem man nicht wie üblich kauft was man will, sondern verschrieben bekommt was man braucht, lebt in einfachen Verhältnissen. Er verwehrt sich jegliche Freude und verbringt seine Zeit lieber mit Büchern denn Menschen. Bis er eines Abends eine lange verschlossene Tür in seiner Wohnung öffnet, die Tür zum Lavendelzimmer. Eine Tat die Jean Perdu aus seiner Lethargie reißt, die ihn in den 20 Jahren seit ihn die Provenzalin Manon verließ, fest im Griff hatte...

Dieses Buch ist in solch einem wunderbar poetischen und gefühlvollen Stil verfass dass es eine Pure Freude ist, darin die Geschichte von Jean Perdu und seiner Manon zu lesen.
Die Autorin versteht es bestens, mit wenigen Worten unendlich viel Gefühl, Detail und Leben zu erzählen.
Kurze Kapitel und die traurig-schöne Geschichte lassen Längen nicht den Hauch einer Chance.
Wenn man nicht achtgibt, hat man dieses literarische Schmuckstück in einem Rutsch gelesen. Doch Jean Perdus Reise zur Liebe und sich selbst sollte man unbedingt in Ruhe genießen.

Die Szenerie schürt zudem das Reisefieber des Lesers und man möchte auf der Stelle dein Koffer packen und die malerischen Orte der Provence erkunden die in dem Buch eine Rolle spielen. Am liebsten natürlich gemeinsam mit den liebenswerten und vielschichtigen Protagonisten.

Fazit: Ein wunderschönes poetisches und kurzweiliges Buch das ich sicher noch öfter zur Hand nehmen werde. Für dieses Schmuckstück gibts eine eindeutige Leseempfehlung und einen Platz in meinem Favoriten-Regal.

Bewertung:

Sonntag, 3. November 2013

Edward Kelsey Moore: Mrs Roosevelt & das Wunder von Earl's Diner



Seit ihrer Highschoolzeit sind Odette, Clarice und Barbara Jean die besten Freundinnen. Auch nach 40 Jahren hat ihr Bündnis noch bestand und wird jeden Sonntag gemeinsam mit ihren Partnern in Earl's Diner gefeiert, dessen Inhaber ihnen einst ihren Spitznamen "Die Supremes" verpasste.
die die friedliche und glückliche Fassade trügt. Im Laufe der Jahre hat sich jede einzelne ein Päckchen aufgetragen, das zu teilen schier unmöglich scheint.
Clarice steckt in einer unglücklichen Ehe mit einem notorisch untreuen Schürzenjäger fest. Barbra Jean frönt heimlich dem Alkohol um ihre Geister und eine Tragödie zu vergessen. Und Odette kann ihre Geister wahrhaftig sehen... 

Edward Kelsey Moore nimmt in seinem Debütroman die Leser mit auf eine Reise, die in Earls' Diner beginnt und ein Jahr und viele Rückblenden später wieder dort Endet. Man lernt Odette, aus deren Ich-Perspektive das ganze erzählt ist, Clarice und Barbara Jean auf besondere Weise kennen. 
Ausführlich berichtet der Autor in einem flüssigen und anschaulichem Stil vom Leben der drei Frauen. In den zahlreichen Rückblenden erfährt der Leser wie eine jede zu dem Menschen wurde der er heute ist. Geprägt von Familie, Freunden und dem Leben, das nicht immer gut zu uns Menschen ist.
Anfangs kam ich etwas schwer in das Buch. Doch gut gestreute Andeutungen weckten meine Neugierde, und ich blieb am Ball. Nach etwa 100 Seiten nahm die Geschichte dann auch an Fahrt auf und konnte mich in ihrem Strom mitreißen.

Im Großen und Ganzen konnte man die Richtung, die die Geschichte einnahm erahnen. Doch ein paar Überraschungen hat der Autor für sein Publikum parat und mehrmals musste ich dank der furchtlosen Odette sogar laut auflachen. So hatte ich zusammen mit den Supremes einen netten Lesesonntag. 

Ganz besonders hat mir die Aufmachung des Buchs gefallen, deretwegen es auch seinen Weg aus dem Bibliotheks-Regal in meine Tasche gefunden hat. 

Fazit: Eine unterhaltsame Geschichte, die tatsächlich mit einem Wunder aufwartet. Der etwas schwierige und langatmige Einstieg sorgt für Punktabzug. Empfehlen kann ich das Buch aber dennoch.

Bewertung:


Buchgesichter.de Halloween-Wichteln 2013

 Zwei Wochen vor dem Entwichteltermin kam mein Pinkfarbenes Päckchen an :-)


Dann hieß es erst einmal warten. Nicht nur aufs Entwichteln, sondern auch ob mein geschnürtes Paket auch bei meinem Wichtelkind ankommt :-)

Als der Abend dann anstand und ich das tolle Pinke Paket öffnen durfte, öffnete ich eine Wahre Schatzkiste und es kam folgendes zum Vorschein:









Und hier seht ihr nochmal, was alles drin war:


- Servietten, Disney's & Pixars BRAVE Puzzle und Schlüsselanhänger, Leseproben, Karten, ein Kultserien-Kartenspiel, Kirsch-Duftkerzen.
- Duschgel, Bodylotion und Nagellack
- Süßigkeiten: Mini-Hanuta, Bonbons, Haribo Erdbeeren, Cantucci und ein polnischer Kokosriegel auf den ich schon sehr gespannt bin
- Kirsch Tee, den trink ich grad :-)
- ein Julie-Tagebuch der etwas anderen Art
und zwei Bücher:


Liebe Martina, vielen vielen Dank für dieses Tolle Paket !!!!

Freitag, 25. Oktober 2013

George R.R. Martin: Das Erbe von Winterfell (Das Lied von Eis und Feuer 02)


Lord Eddard Stark ist noch immer Rechte Hand König Robert Baratheons. Entgegen seinem Willen rutscht er immer tief in Königsmunds Sumpf von Intrigen und Verrat.
Als bei einem Jagdunfall der König schwer verwundet wird nimmt Ned die Pflicht auf sich, dem Wahren Erben Roberts auf den Thron zu verhelfen.
Währenddessen droht im Hohen Norden eine Ganz andere Gefahr für die Sieben Königslande. Es geschehen seltsame Dinge auf der anderen Seite der Mauer. Und auch jenseits der Meerenge verhält es sich alles andere als ruhig und friedlich...

Nachdem man in "Die Herren von Winterfell" die zahlreichen Charaktere dieses Epos kennen und manche auch lieben gelernt hat, und auch schon mal die ein oder andere Intrige beobachten konnte geht es in Band zwei so richtig los.
Abwechselnd begleitet man verschiedene Hauptprotagonisten und wird so immer tiefer in den Sog der Spiel um Throne gezogen. George R.R. Martin versteht es wunderbar, die Geschichte durch den regen Perspektivenwechsel keineswegs verwirrend, sondern äußerst spannend zu gestalten.
Die Historisch anmutende Erzählweise hat mich schon im ersten Teil der Reihe verzaubert.
Und wie bereits der Vorgänger hat mich dieses Buch derart gefesselt, dass ich trotz Leserunde irgendwann einfach nicht mehr aufhören konnte zu lesen.
Die Übersicht der Clans von Westeros brauchte ich trotz einiger neuer Gesichter hier nicht mehr zu Rate ziehen und ich freue mich schon sehr auf Band 3. Zu gern möchte ich erfahren, wie es meinen Lieblingen und auch den ungeliebten anderen ergeht, denn um Königin Cersei zu zitieren: "Das Spiel um Throne gewinnt man, oder man stirbt".

Fazit: HÖRT MICH BRÜLLEN!
Nachdem ich lange bei dieser Seitenstarken High-Fantasy-Reihe gezögert habe, möchte ich nun gar nicht mehr aufhören zu lesen. Ein absolut würdiger zweiter Teil, der es ebenfalls auf meinen Favoriten-Stapel schafft. Absolute und uneingeschränkte Leseempfehlung von mir!


Reihenfolge:
02. Das Erbe von Winterfell
03. Der Thron der sieben Königreiche
04. Die Saat des goldenen Löwen
05. Der Sturm der Schwerter
06. Die Königin der Drachen
07. Zeit der Krähen
08. Die dunkle Königin
09. Der Sohn des Greifen
10. Ein Tanz mit Drachen


Bewertung:

Dienstag, 22. Oktober 2013

Maggie Stiefvater: Vor dem Sommer (Vorgeschichte Boundary Wood Trilogie)


Grace zieht es immer wieder hinters Haus, wo sie die Wölfe aus dem nahegelegenen Wald beobachten kann. Einst haben die Wölfe versucht sie zu töten, doch einer hat sie gerettet. Ihr Wolf. Und seitdem sind sie auf seltsame Weise miteinander verbunden...

Viele kennen Grace und Sam aus Maggie Stiefvaters wunderbarer Trilogie "Nach dem Sommer" "Ruht das Licht" "In deinen Augen". Nun gabs diesen Appetizer kostenlos als ebook bei diversen Anbietern.
Als Fan der Wölfe vom Boundary Wood hab ich da natürlich nicht lange gefackelt.
In diesem eShort erzählt Grace von den vielen Treffen mit Sam in Wolfsgestalt. Zeitlich spielt sich das Ganze zwischen dem Vorfall in Grace' Kindheit und dem Trilogieauftakt "Nach dem Sommer" ab.

So ganz passt diese Vorgeschichte nicht zu den Büchern um die Boundary Wood Wölfe, einige Unstimmigkeiten vielen mir sofort ins Auge. Außerdem ist mir das ganze mit nur 15 Seiten erheblich zu kurz geraten.
Maggie Stiefvaters schöner, poetischer und dennoch einfacher Schreibstil war trotzdem vorhanden. Auch deswegen hätte ich mir ein paar Seiten mehr gewünscht.

Fazit: Muss selbst ein Fan nicht unbedingt gelesen haben. Trotzdem gibts 3 Fuxxis für den Schreibstil und die schönen Erinnerungen die beim Lesen aufkamen.

Bewertung:

Freitag, 18. Oktober 2013

Tatort Bücherei - Eine musikalische Krimilesung mit Micha Krämer

Westerwaldkrimis im Freistaat Bayern.

Bereits vor Monaten hat Micha Krämers Frau Doris mir auf buchgesichter.de berichtet, dass sie im Oktober auf Lesereise zu uns nach Bayern kommen. Schon da war es für mich klar, bei der Lesung in Garching an der Alz bin ich dabei.
Also flott mal zwei Karten bei der Bücherei reserviert. Mein Schatz musste mit, dem versuche ich ja schon länger die Bücher von Micha schmackhaft zu machen :-)

Am 17.10.13 war es dann endlich so Weit. Und nachdem wir uns Gott sei Dank früh genug auf den Weg von München nach Garching an der Alz gemacht haben, sind wir trotz zwei Staus pünktlich angekommen.

Wir wurden gleich freundlich von den Büchereimitarbeitern in Empfang genommen und zum toll dekorierten "Tatort" geleitet. Dort hat mich auch gleich Doris erspäht und herzlich begrüßt. Nach einem kurzen Plausch mit ihr und dem Star des Abends gings auch gleich los. 

Micha hat die zahlreichen Gäste gleich mal mit einem selbst Geschriebenen Lied und einem kleinen Test, ob wir Bayern die Westerwälder auch verstehen willkommen geheißen. 
Auch die Lesungen aus seinem 3. Nina Moretti Krimi "Tod im Elefantenklo" hat der Autor mit zum jeweiligen Abschnitt passenden selbst komponierten Liedern versüßt. Seine Vortragsweise, seine großartige Mimik und seine Facettenreiche Darstellung der verschiedenen Charaktere hat das gesamte Publikum begeistert und immer wieder zum Lachen gebracht. 



Ganz nebenbei hat Micha Krämer aus seinem Leben erzählt und auch ein paar Hintergrundinfos zur Hauptperson seiner Betzdorf-Krimis verraten. 

Die kleine Pause nutzten viele dazu, eins von Michas Büchern bei der anwesenden Buchhändlerin zu erstehen und sogleich vom Autor signieren zu lassen. Da ich ja erst letzte Woche "Tod im Lokschuppen" verschlungen habe, ließ ich es mir nicht nehmen, sogleich den 2. Teil um die sympathische Ermittlerin Nina zu erstehen. Michas persönliche Widmung macht das Buch für mich nochmal zu etwas ganz besonderem.

Die Zeit flog nur so dahin. Micha hat ein außergewöhnliches Talent, seine Zuhörer bzw. Zuschauer so mit seiner Show zu fesseln, dass man gar nicht merkt wie schnell die Zeit vergeht.



Nach dem öffentlichen Teil haben wir mit Micha und Doris noch lange gequatscht, von den künftigen Projekten und auch von ein paar Träumen des Autors erfahren. Ich wünsche im von ganzem Herzen, dass er sich diese bald erfüllen kann.
Für die Bücherei-Mitarbeiterinnen und zu später Stunde noch anwesenden Zuschauern hat der Micha noch die Geschichte zu seinen Anfängen als Kinderbuch- und Krimiautor zum Besten gegeben.

Nun darf ich wirklich sagen, ich war begeistert von dieser Musikalischen Krimilesung. Da es gleichzeitig auch meine erste Lesung überhaupt war, habe ich keinerlei Vergleichsmöglichkeit, aber Micha hat das super gemacht! Also wenn ihr mal die Gelegenheit habt, eine von seinen Lesungen besuchen zu können: Unbedingt machen! Ich verspreche euch, es wird toll!




Micha hat mich dann noch mir einem kleinen roten Holzdrachen und einem Teil seiner Kinderbuchreihe "Willi" überrascht, mit dem er am Vormittag bereits zwei Schulklassen unterhalten hatte.  
Zu schnell schon mussten wir uns auf die Heimreise machen, lagen ja noch eineinhalb Stunden Fahrt vor uns und mein Schatz musste ja am nächsten Tag arbeiten.

Ich habe mich riesig gefreut zwei super sympathische und liebe Menschen kennengelernt zu haben. Danke Micha und Doris für einen tollen Abend, die tollen Bücher und hoffentlich bis bald!

Danke auch an Doris' Nichte Marina, die den Stein für die Bayern-Lesereise erst ins Rollen gebracht hat!

Zu guter Letzt noch ein Dankeschön an die Gemeindebücherei Garching a.d. Alz, die uns herzlich empfangen und mit Brot, Käse, Wurst und Oliven auch noch kulinarisch gut versorgt hatten.