Montag, 29. Juli 2013

E L James: Shades of Grey - Gefährliche Liebe


Ana Steele stürzt in ein tiefes Loch nachdem sie Christian verlassen hat. Unkonzentriert und appetitlos beginnt sie ihren neuen Job. Als sich Christian plötzlich aus heiterem Himmel meldet und sie zu einer Vernissage zu begleiten, willigt sie überrumpelt ein. Wieder ein Treffen mit Mr. Grey, das so ganz anders verläuft als Ana dachte. Denn der atemberaubend attraktive und reiche Mann ist entschlossen sich zu ändern, und sie zurückzugewinnen. Doch der gemeinsame Weg der beiden gestaltet sich dank verrückter Stalkerin und streitsüchtiger Ex ereignisreicher als ihnen lieb ist....

Die Autorin bleibt ihrem einfachen und direkten Schreibstil, der mich schon in Teil 1 gefesselt hatte treu. Wieder konnte ich mich der Geschichte nur schwer entziehen.
Ana hat sich weiterentwickelt. Wird mutiger und lässt sich nicht mehr so sehr von Christian verunsichern. Dennoch plagen sie weiterhin Zweifel, warum der Mann ausgerechnet sie will. Doch mal ehrlich, welches Mädchen würde sich das nicht fragen, wenn ein solcher Kerl sie auserwählt hat??
Auch Christian wird greifbarer, er setzt sich mit seinen Dämonen auseinander und so langsam kommt seine weiche, ausgelassene und liebenswerte Seite zum Vorschein.
Sie Sexszenen werden gefühlt mehr. Doch diese Unersättlichkeit sollte man einem frisch verliebten Paar keineswegs ankreiden.
Ich habe mich wie auch schon in "Geheimes Verlangen" über herrlich kurzweilige Lesestunden und eine spannende Liebesgeschichte gefreut und das Buch in kürzester Zeit verschlungen.

Fazit: Ein schnelles Wiedersehen mit guten "alten" Freunden :) Der erste Band hat mich so gefesselt, dass ich gleich pausenlos zum zweiten übergegangen bin. Und der dritte wird sogleich folgen :) Absolute Leseempfehlung von mir!

Bewertung:

Sonntag, 28. Juli 2013

E L James: Shades of Grey - Geheimes Verlangen


Eigentlich sollte Literaturstudentin Anastasia Steele für ihre Abschlussprüfungen lernen, doch stattdessen fährt sie nach Seattle um den mysteriösen self-made Milliardär Christian Grey zu Interviewen. Dies hat sie ihrer besten Freundin und Mitbewohnerin zu verdanken, die sie aus Krankheitsgründen dazu überredet hat. Das Treffen zwischen Mr. Grey und Miss Steele läuft alles andere als sich das Ana gedacht hatte. Der attraktive Mann verwirrt sie zusehends, was der 21jährigen nachhalten zu schaffen macht.
Als sie sich kurz darauf wieder begegnen, kann sich Ana dem Charme von Christian nicht mehr erwehren, doch anstatt eines romantischen Dates bekommt sie ein unmoralisches Angebot...

Wie auch schon bei den Twilight-Büchern habe ich bei "Fifty Shades of Grey" auch wieder lange gezögert. Zu unterschiedlich waren die Meinungen zu diesen Büchern. Und auch hier bin ich schlussendlich doch wieder froh, mich endlich zum lesen entschlossen zu haben.
Bei Ana hatte ich mir die ganze Zeit ein graues Mäuschen vorgestellt, das sich nicht wehren kann. Doch kennengelernt habe ich eine selbstbewusste, schlagfertige junge Frau, die sich sehr wohl behaupten kann wenn es sein muss. Ein bisschen Schüchternheit und eine große Portion Unerfahrenheit machten sie mir nur noch Sympathischer.
Bei Christian Grey sieht die Sache ähnlich aus. Ich hatte nach den vielen unterschiedlichen Meinungen immer einen sadistischen Despoten vor mir. Doch dieser Mann hat wirklich mindestens 50 Facetten. Eben 50 Shades of Grey. Er ist undurchschaubar und launenhaft. Doch wer das Buch aufmerksam liest, merkt dass unter dieser harten Schale ein verletzlicher und weicher Kern steckt. Er muss es selbst nur noch merken ;-)
Der Schreibstil ist sehr einfach und wahrlich fesselnd. Die Autorin geht Schnörkellos und direkt vor. Aber gerade das macht den Reiz des Buches aus und begeisterte die breiten Massen. Wer maximal ein Buch pro Jahr liest, will sicher keins mit einem anspruchsvollen Stil, das man nicht flüssig in einem Rutsch durchlesen kann. Und genau das sorgte sicher auch für den Wirbel um das Buch. Denn die Erotikszenen finde ich auch in ähnlicher Form bei Susan Elizabeth Phillips. Zwar ohne BDSM, aber über das Thema wurde hier meiner Meinung nach mehr geredet als wirklich praktiziert.
Über die Realitätsnähe des Buches lässt sich sicher streiten, doch hat man es hier immer noch mit einem fiktiven Roman zu tun! Somit erfreue ich mich lieber an schönen und spannenden Lesestunden als mich dran zu stören.
Tja. Nun freue ich mich wirklich sehr, dass ich den zweiten Teil schon hier liegen hab und gleich weiterlesen kann!

Fazit: Für mich ein sehr gutes, kurzweiliges und fesselndes Buch. Absolute Leseempfehlung von mir!

Bewertung:

Mittwoch, 24. Juli 2013

Julia Karnick: Ich glaube, der Fliesenleger ist tot


Als Julia Karnick und ihr Mann eines Tages beschließen, Eigenheimbesitzer zu werden, ahnen sie keinesfalls, was damit auf sie zukommt. Es beginnt schon beim Suchen der richtigen Immobilie. Ein fertiges Haus soll es schon sein, doch in Hamburg ist der Markt quasi leergefegt. Als nach monatelanger Suche doch ein Grundstück mit Haus gekauft wurde, wird schnell klar: Abreißen und Neubauen ist klüger und billiger. Es folgt die freudige Zusammenstellung ihres Traumhauses. Doch schon vor Baubeginn werden Bauherrin und Bauherr unsanft auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt.

Ein wirklich amüsantes und unterhaltsames Buch über des einen Traum, des anderen Alptraum. Julia Karnick erzählt von großen Träumen, finanzieller Realität, netten und mitdenkenden Elektrikern und furchterregend inkompetenten Installateuren. Und das mit wirklich viel Witz, Ironie und hochgradig spannend. Die Seiten fliegen hier nur so dahin. Kurze Kapitel und die tolle Idee mit der Aufstellung der schier endlosen Baunebenkosten fesselten mich sehr.
Mit Julia unbedarfte Bauherrin fühlt man sehr schnell mit. Manches mal möchte man sie in den Arm nehmen und trösten. In anderen Situationen hingegen muss man regelrecht mit ihr lachen oder sich mit ihr freuen. Stichwort: die Dogge :-D
Abschrecken lasse ich mich von dieser Geschichte erst mal nicht. Aber ich hoffe, dass bei unserem Eigenheim demnächst alles möglichst Glatt läuft. Wenn nicht, schreib ich vielleicht auch ein Buch darüber ;-)

Fazit: Eine Geschichte vom Häuslebauen, der Servicewüste Deutschland und sich schier endlos verzögernden Einzugsterminen. Absolute Leseempfehlung von mir!

Bewertung:

Sonntag, 21. Juli 2013

Jean Johnson: Die Söhne der Insel


Großes Unheil wird der Frau folgen, die den ersten Bruder liebt. So steht es in einer Prophezeiung, aufgrund derer die acht Brüder Corvis auf die Insel Nightfall verbannt wurden. Die Bewohner des Landes Katan hatten zu große Angst vor der Erfüllung der Schicksale der vier Zwillingspaare. Doch der jüngste der Brüder nimmt das Schicksal seiner Familie selbst in die Hand, eines Tages holt er durch einen magischen Spiegel die junge Kelly Doyle in seine Welt. Sie ist bestimmt für den ältesten Bruder Saber, das Schwert. Doch aller Anfang ist schwer, denn die beiden Sturköpfe sorgen für einige Aufregung auf Nightfall...

Ein meist spannender und mitreißender Roman über die acht Söhne des Schicksals. Die Autorin schreibt einfach, schnörkellos und bildhaft. Sodass man sich die Brüder und ihre achtförmige Burg sehr gut vorstellen kann. Ein paar mehr Beschreibungen die Insel Nightfall betreffend wären mir aber noch lieb gewesen.
Jean Johnsons Idee an sich fand ich sehr gut, jedoch wurden mir mehrere Sachen zu schnell abgehakt. Wie schnell sich Saber und Kelly näher gekommen sind, obwohl sie sich zuvor Wochen nur angebrüllt haben oder sich aus dem Weg gingen. Dem prophezeiten Unheil wurde auch nur knapp ein Viertel des Umfangs der Geschichte zuteil. In etwa genau so viel wie der Säuberungsaktion Kellys.
Die beiden Hauptprotagonisten und Sabers sieben Brüder sind sympathisch, wenn auch wenig durchschaubar. Dies sollte sich jedoch in den Folgebänden bestimmt noch ändern.

Fazit: Eine fundierte Grundlage für die achtteilige Reihe um die Brüder des Schicksals. Ein paar Schwächen sind vorhanden, die sich in den Folgebänden hoffentlich geben. Hierfür gibts 4 Fuxxis und  eine Leseempfehlung von mir.

Bewertung:

Montag, 15. Juli 2013

Christine Kabus: Im Land der weiten Fjorde


Wochen nach dem plötzlichen Tod ihrer Eltern erfährt Fotografin Lisa dass ihre Mutter einst während der Kriegswirren Deutschlands adoptiert wurde. Der Einzige Nachlass aus dieser Zeit ist ein Medallion mit einem Foto einer jungen Frau und eines Soldaten. Nach einigen Recherchen verschlägt es Lisa auf der Suche nach ihren wahren Wurzeln ins beschauliche Norwegen. Auf einem einsamen Fjord-Hof wird sie fündig...

Christine Kabus erzählt die Geschichte zweier Frauen: Auf der einen Seite Lisa, die ihre Blutsverwandten kennenlernen will. Und ganz nebenbei auch noch mit den Gefühlen zu ihrem Freund hadert. Auf der anderen Seite begegnet der Leser der jungen Norwegerin Mari, die sich in einen deutschen Soldaten verliebt, nachdem Nazideutschland in ihr Land eingefallen ist. Keine einfach Liebe, denn die sogenannten "Deutschenliebchen" werden mit Verachtung gestraft.

Eine gut erzählte Geschichte, die Hauptprotagonisten Lisa und Mari sind sympathisch, wobei mir letztere mehr ans Herz gewachsen war. Sie kam mir einfach authentischer und glaubwürdiger vor.
Die Geschichten verlaufen tatsächlich parallel, und werden kapitelweise abwechselnd erzählt. Was dafür sorgt, dass man immer noch ein Kapitel lesen will. Doch diese Spannung wird von den manchmal zu ausschweifenden Beschreibungen der Autorin über ihr geliebtes Norwegen boykottiert. Ein paar detailreiche Beschreibungen oder Erklärungen weniger hätten es auch getan.
Der Schreibstil ist einfach und meist flüssig. Selten bemerkte ich beim lesen kleine holprige Stellen, die ich mehrmals lesen musste.
Das Cover passt perfekt zum Buch und stimmt den Leser bereits in die überwältigende Kulisse eintauchen, die so bildhaft in der Geschichte erwähnt wird.
Sehr schön fand ich die Karte und den Stammbaum im Buch. Eine sehr gute Orientierungshilfe bei den vielen Familienmitgliedern!

Fazit: Ein gelungener Debütroman, der mit wenigen Schwächen Lust auf mehr von Autorin und ihrem großartigen Lieblingsland Norwegen macht. Ein wirklich lesenswertes Buch.

Bewertung:

Mittwoch, 10. Juli 2013

Lora Leigh: Breeds 03 - Dashs Bestimmung



Die Wolf-Breed-DNS ist bei Dash Sinclair nur rezessiv, sie macht sich körperlich nicht bemerkbar. Mit ein paar hilfreichen Sinnen seiner tierischen Verwandtschaft ist er dennoch ausgestattet. Daher hat er in seiner Militärlaufbahn wohl auch so lange überlebt. Doch eines Tages wird er schwer Verwundet und ringt Monate mit Tod und Medikamentenrausch. Einzig die Briefe der kleinen Cassie halten ihn am Leben. Nach seiner Genesung ist es an Dash Cassie und ihre Mutter Elizabeth zu retten, denn gnadenlose und gierige Männer verfolgen die beiden durch ganz Amerika...

Das Cover sagt es schon: in diesem Buch geht es heiß her. Doch es geht nicht nur um Erotik, in diesem Band hat die Geschichte um die Breeds und auch die Geschichte der Hauptprotagonisten mehr Raum als in "Tabers Versuchung". Auch Wiederholungen die ich in "Callans Schicksal" bemängelt hatte kamen nicht vor bzw. haben mich weniger gestört. 
Die Protagonisten sind auch in diesem Band wieder sehr sympathisch. Und vor allem die kleine Cassie muss man einfach lieben! Schön war es auch wieder, dass die vorhergehenden Hauptdarsteller erwähnt wurden und man Neuigkeiten über diese erfahren konnte. 
Nach diesem wirklich fesselnden Band der Endlos-Reihe um die Breed-Rudel freue ich mich auf die weiteren Teile. Vor allem auf die Geschichte von Sherra (und vielleicht Kane?)! :o)

Fazit: Für mich das bisher beste Buch der Reihe! Hierfür gibts auch ganz klar eine Leseempfehlung von mir.

Bewertung:

Laura Moriarty: Das Schmetterlingsmädchen


Im Kansas der 20er Jahre beschließt die junge Cora, Hausfrau und Mutter zweier erwachsener Söhne, die Tochter einer Bekannten als Anstandsdame nach New York zu begleiten. Die dickköpfige und meist leichtsinnige Louise Brooks soll in der Weltstadt zur Tänzerin ausgebildet werden. Beide Frauen verfolgen auch noch eigene Ziele, denn Louise möchte nicht wieder nach Wichita zurückkehren und die New Yorker Ungezwungenheit voll auskosten. Und Cora hat ihr ganz eigenes Geheimnis, dessen Spuren sie verfolgen möchte.

Laura Moriarty begeistert den Leser mit einem Buch, das man keinesfalls mehr aus der Hand legen möchte. Die Handlung und der sprachliche Stil haben mich regelrecht fasziniert. Schön gezeichnete Protagonisten, eine davon eine spätere Berühmtheit, verstärkten dieses Gefühl bei mir noch.
Mit Louise musste ich erst warm werden, was mir jedoch trotz ihrer Allüren gelang. Cora hingegen habe ich sofort in mein Herz geschlossen. Man merkt sofort, sie ist eine warmherzige Frau, die es nicht immer leicht im Leben hatte, aber das Beste aus der jeweiligen Situation gemacht hat.
Die damaligen Gepflogenheiten, man kann sich die Diskussionen der Rocksaumlänge in der heutigen Zeit gar nicht mehr vorstellen, sind sehr schön beschrieben und in die Geschichte eingewebt. Man merkt, wie sehr Cora sich wünscht, zeitgemäß und trotzdem modern und fortschrittlich zu denken und zu Handeln. Und dennoch die Regeln der Tugend zu wahren.
Viel mehr möchte ich über diese berührende Geschichte gar nicht verlieren. Es würde meiner Meinung nach zu viel von der mitreißenden Spannung vernichten.

Fazit: Eine großartige Geschichte über zwei wirklich unterschiedliche Frauen, die in den prüden Zwanzigern für ihre Träume und ihr Glück kämpfen. Das Buch wandert sofort auf meine Favoritenliste. Meine Empfehlung: Unbedingt lesen!!!!

Bewertung:

Dienstag, 2. Juli 2013

Stephenie Meyer: Biss zum Ende der Nacht (Twilight 04)


Bellas Hochzeit mit Edward steht bevor und sie ist fast am Ziel ihrer Träume angelangt. Nach den Flitterwochen - ECHTEN Flitterwochen - soll ihre Verwandlung in eine unsterbliche Vampirin erfolgen. Ein bisschen Angst hat sie schon davor, wird sie noch das gleiche für Edward empfinden? Oder wir ihr unbändiger Durst nach Blut, der alle Neugeborenen ein Jahr lang quält alles andere überschatten? Doch in den Flitterwochen geschehen Dinge, die alle Pläne über den Haufen werfen. Bella ist schwanger und ihr Kind wächst unglaublich schnell in ihr heran. Droht sogar sie zu töten, doch Bella will es um jeden Preis beschützen. Egal, was die Legenden über sogenannte "unsterbliche Kinder" erzählen...

Diesmal wird die Geschichte in drei Teilen erzählt: Die Hochzeit mit den anschließenden Flitterwochen aus Bellas Sicht, Bellas Schwangerschaft und die Geburt ihres Babys aus Jacobs Sicht. Den letzten Teil erzählt wieder Bella, aus Sicht einer unsterblichen.
Bella ist endlich wieder zur Vernunft gekommen und ihr zwiespalt endlich beendet. Das Verhalten der Protagonisten konnte ich hier wieder besser nachvollziehen als beim letzten Buch.
Wie auch die vorhergehenden Bände ist dieses Finale flüssig und schnörkellos geschrieben. Doch wie auch schon bei "Biss zum Abendrot" bin ich nicht ganz überzeugt vom Buch. Die Ganze Geschichte zieht sich schier endlos hin, um sie dann plötzlich und beinahe hektisch und lieblos doch zu beenden.
Man hatte das Gefühl, Stephenie Meyer wollte sich nicht von ihren Erfolgs-Protagonisten trennen, und plötzlich überlegte sich die Autorin es doch noch anders.

Fazit: Die Messlatte des grandiosen Beginns der Reihe kann das Finale leider nicht erreichen. Zu langatmig und zu sehr detailverliebt, lässt dieser Teil die Reihe gut, aber nicht überragend zu einem Ende kommen. Dennoch eine tolle Reihe, und ich bin froh, diese 4 Bücher doch noch gelesen zu haben.

Bewertung:

Arnaldur Indridason: Codex Regius


Kopenhagen 1955: der junge Valdemar hat erstmals in seinem Leben die Isländische Heimat verlassen . Er möchte in Dänemarks Hauptstadt mehr über Islands kostbarste Schätze lernen. Der Professor an der Nordischen Fakultät ist eine Koryphäe auf seinem Gebiet. Das Lernen bei ihm eine Ehre. Doch schon nach der ersten Begegnung ist Valdemar sich seiner Sache nicht mehr so sicher. Der Professor, einst ein sehr angesehener Mann ist dem Alkohol verfallen und dementsprechend cholerischer Gemütsverfassung. Doch als Valdemar den Professor aus einer Patsche Hilft und eine alte Handschrift entziffert wird er in unglaubliche Dinge eingeweiht und in eine Jagd quer durch Nordeuropa verwickelt...

Kleine Schrift, anfangs einige Wiederholungen und eine Geschichte, die entgegen der offiziellen Bezeichnung "Thriller" eher als Roman einzustufen ist, ließen den Lesefluss bei mir leider recht stocken. Und so brauchte ich für dieses  gut 400-Seiten Werk des isländischen Ausnahmetalents knapp 2 Wochen. Seine Krimis um Hauptstadt-Kommissar Erlendur und auch die Einzeltitel "Tödliche Intrige" und "Gletschergrab" hatte ich bereits ausnahmslos verschlungen.
Dieses Buch jedoch verrät äußerst wenig über das Wundervolle Land aus dem Autor und Hauptprotagonisten stammen und die "Verfolgungsjagd" des ungleichen Duos Valdemar und seines Professors ist größtenteils eher langatmig und wirr als kurzweilig und spannend.
Indridasons sprachgewandtheit und Schreibstil haben den "Karren noch ein bisschen aus dem Dreck" gezogen. Und so vergebe ich aufgrund dessen und des sympathischen Ich-Erzählers Valdemar gut gemeinte 3 Fuxxis.

Fazit: Das können Sie besser, Herr Indridason. Ich hatte mir wirklich mehr erhofft bei dieser Lektüre und bin dementsprechend enttäuscht. Ein bisschen mehr kurzweile und Spannung hätten nicht geschadet. Keine Leseempfehlung von mir.

Bewertung: