Montag, 30. September 2013

George R.R. Martin: Die Herren von Winterfell (Das Lied von Eis und Feuer 01)


Lord Eddard "Ned" Stark ist Herrscher über den Norden der Sieben Königslande. Als sein König und Bruder im Herzen nach ihm ruft, zieht er von seinem Sitz Winterfell gen Süden um die Nachfolge als Rechte Hand des Königs anzutreten. Doch Königsmund ist ein Nest aus Ratten, Verrätern und Intriganten. Nicht einmal Eddards im Norden zurückgebliebene Familie ist vor jenen in Sicherheit die um des Königs Thron buhlen...

George R.R. Martin bombardiert seine Leser erst einmal mit einer gehörigen Portion Charaktere und Verwandtschaftsverhältnisse. Eine Übersicht der Clans in Westeros war mir beim Lesen anfangs eine große Hilfe und nur zu Empfehlen.
Doch ist man erst einmal in die Geschichte eingetaucht und hat die ersten Kapitel hinter sich gelassen, möchte man gar nicht mehr stoppen.
Die Sage um Westeros und die Sieben Königslande wird durch regen Perspektivenwechsel unglaublich vielschichtig erzählt. Man begleitet in jedem Kaptitel einen anderen spannenden Charakter aus dieser Geschichte. Der Leser nimmt somit an der Gedanken- und Gefühlswelt vieler Hauptcharaktere teil, was einen Großteil des Charms dieser Fantasywelt ausmacht.
Der Autor hat sich zudem eines Schreibstils bedient, der historisch anmutet, aber dabei keinesfalls langweilig oder verstaubt wirkt. Es passt einfach perfekt zur Geschichte.
Der Wechsel in der Erzählperspektive bewirkt zudem dass das Buch immer mehr zum Pageturner wird. So waren mir die knapp 600 Seiten beine zu schnell zu Ende gelesen. Und die restlichen neun Teile werden sicher nicht lange auf sich warten lassen.
Um dem Leser die Orientierun gin seiner fiktiven Welt zu erleichtern, hat Martin das Buch mit einer Karte und zum Schluss noch mit einer detaillierten Auflistung der einzelnen Häuser bedacht.

Lange habe ich gebraucht um mich an dieses Epos heranzuwagen, und jetzt auf keiner Seite bereut es endlich getan zu haben.

Fazit: DER WINTER NAHT!
Ein Großartiger Auftakt zu dieser tollen High-Fantasy-Reihe! Ich bin gespannt auf die Folgebände um Eddard, Catelyn, Richard und Co.

Reihenfolge:
01. Die Herren von Winterfell
02. Das Erbe von Winterfell
03. Der Thron der sieben Königreiche
04. Die Saat des goldenen Löwen
05. Der Sturm der Schwerter
06. Die Königin der Drachen
07. Zeit der Krähen
08. Die dunkle Königin
09. Der Sohn des Greifen
10. Ein Tanz mit Drachen

Bewertung:

Freitag, 27. September 2013

Susan Beth Pfeffer: Life as we knew it (Moon Crash Series 01)


Miranda ist ein ganz normaler 16jähriger Amerikanischer Teenager. Ihr Leben ist geprägt von Freunden, Familie, Schule, Hobbys und Träumen. Als ein Asteroid auf dem Mond einschlagen soll, ist das für den Großteil der Bevölkerung in Mirandas Heimatstadt Howell, Pennsylvania ein gigantisches Schauspiel. Doch die Astrologen haben sich allesamt verrechnet, der Einschlag ist keinesfalls harmlos. Der Asteroid wirft den Mond aus seiner Bahn und hebt somit auch die Erde aus ihren Angeln: die Gezeiten, das Wetter, alles spielt verrückt. Es beginnt ein Kampf ums überleben und nur noch die Familie zählt...

Der Leser nimmt in Tagebuchform ab 17. Mai, wenige Tage vor dem Asteroideneinschlag am Geschehen teil. Miranda erzählt von ihren Träumen, ihrem Leben und ihrer Familie. Nach der Katastrophe schreibt sie zudem vom Überlebenskampf in dieser neuen, feindlichen Welt. Ein Hauptaugenmerk wird auf das Essen gelegt. Denn es wird streng rationalisiert.
Die Autorin beschreibt also weniger die durch den Mond ausgelösten Umweltkatastrophen, sie konzentriert sich auf Miranda und deren Mikrokosmos.
Die Tagebuchartige Erzählweise lässt dem Leser viel Einblick in Miranda und ihren Gefühlen und Gedanken. Die anderen, auch ihre Familie sind daher eher Nebendarsteller. Unsere Hauptperson wirkt sympathisch, praktisch und bodenständig im vergleich zu ihren Freundinnen Megan und Sammi. Eine der beiden erntete von mir nur Kopfschütteln. Doch interessant ist es mitzuerleben, wie unterschiedlich die einzelnen Personen auf das Schicksal reagieren. Das hat Susan Beth Pfeffer meiner Ansicht nach sehr gut hinbekommen.
Die kurzen Abschnitte und die besondere Erzählweise lassen das Buch spannend bleiben, auch wenn nicht allzu viel "überraschendes" passiert nach dem Einschlag. Aber man möchte dann doch immer wissen wie es weitergeht. Dennoch hat die Reihe noch etwas Potential nach oben. Und wer großartige Action erwartet a la "Tribute von Panem" ist hier gänzlich falsch.
Da ich dieses Buch in der englischen Originalversion gelesen habe, noch ein paar Worte zum Verständnis. Dieses Buch kann man wirklich ohne Probleme in Englisch lesen. Der einfache Satzbau und die einfach gehaltene Tagebuchform bereiten wirklich keine Probleme.
Das Cover dieser Ausgabe passt auch wie die Faust aufs Auge und ist einiges ansprechender als das der Deutschen Version.

Fazit: Der Auftakt zu einer Dystopie-Reihe, deren Thema nicht ganz so abwegig ist. Der Weltuntergangs-Roman kommt eher in ruhigerem Fahrwasser daher. Ist aber trotzdem ganz schön spannend. So richtig vom Hocker gehauen hats mich aber leider nicht. Eine Leseempfehlung gibts dennoch.

Bewertung:

Freitag, 20. September 2013

J K Rowling: Harry Potter und die Kammer des Schreckens


Harry Potter musste die Sommerferien bei seinen Verwandten verbringen. Eine harte Zeit auch für Hedwig, denn Onkel Vernon ist nach wie vor gegen jede Art von Harrys "Abnormität" und hat die Eule sowie Harrys gesamte Zaubersachen eingesperrt. Da taucht eines Abends plötzlich Hauself Dobby im Ligusterweg auf, warnt Harry vor der Rückkehr nach Hogwarts und bringt den Jungen noch mehr in die Bredouille. Rettung naht in Form von Ron, Fred und George Weasley in einem fliegenden Auto, das noch für Furore sorgen wird...

Auch das Zweite Jahr in Hogwarts noch einmal zu erleben war wein Genuß. Auch nach mehrmaligem Lesen dieses Buches tauche ich immer noch mit großer Freude in Joanne K. Rowlings magische Welt ein und kämpfe gemeinsam mit Harry, Ron und Hermine gegen die dunklen Mächte.
Der Schreibstil J.K. Rowlings ist nach wie vor flüssig, angenehm und spannend zu lesen. Was diese Zeitlosen Bücher auch besonders auszeichnet.
Die Charaktere entwickeln sich weiter, man erfährt bestimmte Hintergründe, die im ersten Teil der Reihe um den "Jungen der Überlebt hat" nicht aufgeklärt wurden. Außerdem sind ein paar Magische Figuren hinzugekommen: Dobby der Hauself und Fawkes der Phönix zum Beispiel. Ein besonders lustige Idee fand ich Mr. Weasleys fliegendes Auto. Dessen Existenz er einer eigens "verschuldeten" Lücke im Muggel-Gesetzt verdankt :-)

Fazit: Diese Reihe ist einfach empfehlenswert. Für Jung und Alt! Leseempfehlung, volle Punktzahl und Favoritenstatus wieder einmal bestätigt :-)

Bewertung:

Samstag, 14. September 2013

Vincent Kliesch: Der Todeszauberer (Todes-Trilogie 02)


Drei Jahre sind nun seit den Ereignissen um den "Putzteufel" vergangen und es ist Ruhe in Kerns Arbeits- und Privatleben eingekehrt. Er hat sich dauerhaft zurück nach Berlin versetzen lassen und auch in seiner Ehe scheint alles wieder beim Alten. Doch dann wird am Ufer der Havel eine grausam zugerichtete Frauenleiche gefunden und schnell wird den Ermittlern bewusst, ein Serienmörder, der bereits seit Jahren ganz Deutschland in Angst und Schrecken versetzt, ist nach Berlin gekommen. Seine Opfer haben nur eine schwere Wunde an der rechten Schläfe gemeinsam. Unterstützung für Julius Kern in diesem brisanten Fall reist aus Bayern an, in Form der attraktiven Münchner Polizistin Eva Fuchs. Und auch Julius Widersacher Tassilo Michaelis meldet sich zurück. 

Vincent Klieschs direkter Schreibstil hat mich auch dieses Mal wieder vollauf begeistert. Die kurzen Kaptitel und der abwechslungsreiche Handlungsaufbau des Ersten Romans "Die Reinheit des Todes" finden sich auch hier wieder, und lassen das Buch zu einem absoluten Pageturner werden, dessen Spannung sich mit jeder Seite noch zu steigern scheint. Kerns Jagd auf den Mörder ist wieder ein absoluter Genuss, und wie auch schon im Vorgängerroman wird neben Julius Kern auch wieder auf Tassilo und den "Schläfenmörder" eingegangen. 

Fazit: Eine großartige Fortsetzung der Reihe, die dem ersten Teil in nichts nachsteht. So etwas erlebt man selten! Absolute Leseempfehlung von mir!

Bewertung:

Vincent Kliesch: Die Reinheit des Todes (Todes-Trilogie 01)


Julius Kern wird als Verstärkung zurück an seinen alten Einsatzort Berlin gerufen. Dort bietet sich ihm ein bizzares Bild: ein bis aufs letzte akribisch gesäuberter Tatort. Die Leiche einer Apothekerin liegt in reinweißem Hemd aufgebahrt auf dem Küchentisch, nur ein winziger Fleck Asche stört das Bild... Kerns Kollegen und Freund Quirin tappen seit Monaten im Dunkeln was den "Putzteufel" betrifft. Doch nicht alle sind begeistert, dass er das Team verstärkt, denn Julius Kern ist vor 3 Jahren fast am Freispruch des von ihm überführten Massenmörders Tassilo zerbrochen. 
Während Kern und sein Team versuchen, die wenigen Puzzleteile zusammenzufügen, sucht der "Putzteufel" Raphael nach weiteren Menschen, die seiner Hilfe bedürfen. 

Der Comedian Vincent Kliesch schrieb hier einen großartigen Debütroman. Kurze Kapitel und immer wieder stückchenweises Heranführen an die gemeinsame Vergangenheit von Kern und Tassilo lassen der Langeweile überhaupt keine Chance. Man möchte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen, um ja schnellstmöglich zu erfahren, was damals zwischen Tassilo und seinen Opfern geschah, und ob bzw. wie Julius Kern dem "Putzteufel" auf die Schliche kommt. 
Der Autor besticht durch einen schnörkellosen, einfachen Schreibstil, der den Leser regelrecht am Geschehen teilhaben lässt. Vincent Kliesch begleitet in seinem Thriller hauptsächlich Hauptkommissar Julius Kern und Raphael, schwenkt aber auch immer wieder zu den Nebendarstellern, wodurch sich dem Leser ein klares und detailliertes Bild fast aller Protagonisten erschließt. 

Fazit: Ein großartiger Auftakt zu einer Thriller-Reihe, der große Lust auf Mehr von diesem außergewöhnlichem Debüt-Roman macht. Absolute Leseempfehlung von mir!

Bewertung:

Vincent Kliesch: Bis in den Tod hinein (Severin Boesherz 01)


Berlins Tageszeitungen werden von einem Thema beherrscht: Es geschehen grausame Morde in der Hauptstadt. Jede Leiche wurde vom Täter mit einer Nummer versehen, scheinbar ohne roten Faden. Um die Toten trauern die Leser weniger, ein jeder von ihnen ist bereits mit dem Gesetz in Konflikt geraten: Brandstifter, Sozialschmarotzer und Lügner sind nur ein Teil der Liste. Da Daniela Castellas bester Ermittler Julius Kern mit seiner Familie auf der anderen Seite des großen Teichs Urlaub macht, vertraut sie den Fall Neuling Severin Boesherz an, der mit seinen Ermittlungsmethoden nicht immer jedermanns Zustimmung erntet...

Wieder ein packender, kurzweiliger und flott zu lesender Thriller von Vincent Kliesch. Seinem angenehm flüssigen Schreibstil und den kurzen, abwechslungsreichen Kapiteln ist er treu geblieben. Wenn auch nicht seinem Hauptermittler. Doch als er bekannt gab, dass dieses Buch kein weiterer Julius-Kern-Thriller sein würde, dachte ich schon ich müsse mich endgültig von meinem Berliner Lieblings-Ermittler verabschieden. Umso größer war die Freude, dass er in Vincent Klieschs 4. Buch zumindest Erwähnung findet. Auch das Wiedersehen mit Dennis und Daniela Castella war eine angenehme Nebenerscheinung.
Der Neue Star-Ermittler Severin Boesherz ist eigen, gnadenlos ehrlich und ein Brillianter Beobachter mit fotografischem Gedächtnis. Ich mochte ihn sofort, und zwar genau aufgrund seiner Ecken und Kanten. Seine Sprüche haben mich mehrmals zum Schmunzeln gebracht. Ich hoffe wir sehen uns wieder ;)
Ein Lächeln entlockte mir auch, dass sich der Schrifsteller im Buch selbst erwähnt. Der kleine Fingerzeig von Severin auf den "aufstrebenden deutschen Thrillerautor" war aber auch wirklich nicht schlecht :)
Obwohl in diesem Buch der Täter recht schnell "entlarvt" wird, bleibt die Jagd nach Jack the Ripper von Berlin spannend und Actionreich. Weiter so Herr Kliesch!

Fazit: Auch ohne Erfolgs-Ermittler Julius Kern ein großartiger Thriller des Autors. Ich freue mich schon auf weitere Bücher dieses Autors. Absolute Leseempfehlung, Favoritenstatus und volle Punktzahl vergebe ich hierfür gerne!

Bewertung:

Dienstag, 3. September 2013

Ursula Poznanski: Erebos


Als Nicks bester Feund Colin sich immer merkwürdiger benimmt und weder auf Anrufe reagiert noch zum Basketballtraining erscheint, bemerkt Nick dass in der Schule eine CD die Runde macht. Er versucht hinter das Geheimnis der CD zu kommen, wird aber immer wieder abgeblockt. Als ihm dann endlich die Scheibe angeboten wird, ist er beinahe erleichtert, auch in den Kreis der eingeweihten aufgenommen zu werden. Und viel zu schnell ist auch er fasziniert von dem Spiel Erebos. Ein Spiel, das mehr ist als nur eine Fiktion...

Ich bin noch ganz hin und weg... Ein weiteres Buch von Ursula Poznanski, das mich völlig in seinen Bann gezogen hat. Das ist mir schon bei "Saeculum" passiert.
Der flüssige Schreibstil, die spannend erzählte Geschichte, der hervorragend ausgearbeitete Plot. Es war wieder ein Genuß und ich hab "Erebos" in einem Tag verschlungen.
Ich habe mit Nick und seinem Alter Ego Sarius gefiebert, gefeiert, getrauert und vor allem auf die Aufgaben gewartet, die der Bote so geschickt vorgebracht hat.
Ursula Poznanski erzählt die Geschichte sehr realitätsnah, wie die Kids immer abhängiger werden von "Erebos" und die Uneingeweihten meiden. Gar bekämpfen. In der heutigen Zeit, in der die Jugendlichen immer mehr vor ihren PCs und Rollenspielen sitzen und die Realität vergessen, ein wirklich wichtiges und ernst zu nehmendes Thema.

Fazit: Ursula Poznanski hat mich ein weiteres Mal überzeugt! Eine absolut packende und spannend erzählte Geschichte. Ohne Frage gibts eine uneingeschränkte Leseempfehlung für dieses großartige Jugendbuch.

Bewertung:

J K Rowling: Harry Potter und der Stein der Weisen


Der junge Waise Harry Potter wächst bei Verwandten auf, die ihn nicht besonders mögen. Nicht einmal ein eigenes Zimmer möchten Sie für Harry erübrigen, er schläft im Schrank unter der Treppe.
An seinem 11. Geburtstag ändert sich sein Leben jedoch gründlich. Er bekommt einen Platz in der Hogwarts-Schule für Hexerei und Zauberei, erfährt die wahren Umstände des Todes seiner Eltern, und dass er kein ganz normaler Junge ist. Sondern außerhalb der Welt der Muggel eine Berühmtheit. Und er stürzt sich schon bald mit seinen Freunden in ein Abenteuer um erneut die Welt vor "Dem, dessen Name nicht genannt werden darf" zu retten...

Ich habe das Buch nun schon bestimmt zum 5. mal gelesen und tauche immer noch Begeistert in die Welt der Hexen und Zauberer ein. J. K. Rowling hat eine so fantastische Welt geschaffen, die jung und alt begeistert. Und viele Nachahmer gefunden hat.
Ihr angenehmer, flüssiger, einfacher und spannender Schreibstil fesseln mich auch heute noch an das Buch. Die sympathischen Charaktere tun ihr übriges dazu, dass man das Buch nicht mehr zur Seite legen möchte. Selbst Malfoy und Snape mag ich ein kleines bisschen ;)
Schon länger spielte ich mit dem Gedanken, die Reihe wieder einmal zu lesen. Das Hogwarts-Thema der SuB-Abbau-Challenge bei BG hat mich dann auch wirklich wieder zurückgelockt zu Harry, Ron und Hermine. Ich werd nun auch ganz sicher bald die weiteren Teile nochmal zur Hand nehmen, ich bin nämlich wieder ganz drin im Potter-Fieber ;)

Fazit: Immer noch ein großartiges Buch! Und immer noch ein Liebling auf meiner Favoriten-Liste. Absolute Leseempfehlung von mir!

Bewertung:

Montag, 2. September 2013

Noelle Chatelet: Die Klatschmohnfrau


Marthe ist 70 und in ihrem langweiligen Leben gefangen. Jeden Tag steht sie nach einem Seufzen auf, macht sich einen Ceylon-Tee und trinkt Nachmittags im "Trois Canons" einen Eisenkrauttee. Zur gleichen Zeit trinkt ein weiterer Stammgast - der Mann mit den tausend Halstüchern - dort seinen Kaffee. Eines Tages richtet er seine Aufmerksamkeit dabei Marthe. Dieser Tag läutet für sie einen neuen Abschnitt ein. Sie bricht aus ihrem langweiligen Leben aus, trinkt fortan Kaffee statt den langweilien Tee und verliebt sich in Felix - den Mann mit den tausend Halstüchern...

Die Autorin erzählt die Geschichte von Marthes spätem Frühling mit einer poetischen, bildgewaltigen und farbenprächtigen Sprache, die einem den Atem verschlägt.
Viel mehr gibt es über diese 152-seitige Geschichte auch nicht zu erzählen, ohne zu viel zu verraten. Doch länger hätte die Geschichte auch nicht sein müssen. Es stimmt genau so wie es ist.
Man hat das Büchlein in kürzester Zeit verschlungen und möchte es zu keiner Zeit aus der Hand legen.
Einfach großartig!

Fazit: Eine liebevoll erzählte Geschichte über den späten Frühling einer langweiliger Bahnen festgefahrener Rentnerin. Absolute Leseempfehlung von mir!

Bewertung:

Cassandra Clare: City of Bones (Chroniken der Unterwelt 01)


Die knapp 16jährige Clary Fray ist nicht wenig überrascht als sie in einer Disco auf Jace, Alex und Isabelle trifft, die scheinbar nur sie selbst sehen kann. Dass die drei vor ihren Augen einen Dämonen töten, der aussieht wie ein gewöhnlicher Junge, macht die Sache nicht besser. Kurz zweifelt sie sogar an ihrer Zurechnungsfähigkeit. Doch dann taucht Jace ausgerechnet in der Nacht als ihre Mutter entführt wird wieder auf. Jace zeigt Clary seine Welt, die Welt der Schattenjäger, Schattenwesen und Dämonen. Zusammen begeben sie sich auf die Suche nach Clarys Mutter und den Mördern von Jace' Vater...

Die Autorin hat in ihren Chroniken der Unterwelt eine fantastische Welt mit allerhand magischer Geschöpfe geschaffen. Genau so stellt man sich Fantasy vor.
Dämonenjäger Jace wirkt unnahbar, äußerst selbstbewusst und mit einem großen Ego ausgestattet. Und dennoch merkt man ihm einen weichen Kern hinter seiner harten Schale an. Ich mochte ihn sofort.
Mit Clary musste ich allerdings erst warm werden. Doch im Laufe der Geschichte hat sie mich nach anfänglichen zweifeln doch noch überzeugt, dass sie kein hilfloses Anhängsel ist.
Die Geschichte wird mit so viel Detailreichtum erzählt, dass man sich gedanklich sehr gut in die Szenerie hineinversetzen kann. Das Anwerfen des Kopfkinos geschieht quasi von selbst. Der flüssige und spannende Schreibstil ist sehr angenehm zu lesen. Dennoch hat mich die Geschichte anfangs nicht so richtig gefesselt. Im Laufe der Geschichte änderte sich das, und spätestens in der Buchmitte habe ich mit den Beiden Hauptdarstellern und ihrem Gefolge mitgefiebert was das Zeug hält.
Das Buch hat eine schöne Aufmachung mit der Karte von Manhattan und den Zitaten zwischen den Kapiteln. Wieder eine Reihe, deren folgende Bände ich nun unbedingt lesen will...

Fazit: Ein gut ausgearbeiteter Auftakt einer Fantasy-Reihe. Für mich mit ein paar Schwächen, was mich aber nicht von dem nächsten Teil abhalten wird. Ich spreche gerne eine Leseempfehlung aus.

Reihenfolge:
01. City of Bones
02. City of Ashes
03. City of Glass
04. City of Fallen Angels
05. City of Lost Souls
06. City of Heavenly Fire (voraussichtlich 2014)

Bewertung: