Freitag, 25. Oktober 2013

George R.R. Martin: Das Erbe von Winterfell (Das Lied von Eis und Feuer 02)


Lord Eddard Stark ist noch immer Rechte Hand König Robert Baratheons. Entgegen seinem Willen rutscht er immer tief in Königsmunds Sumpf von Intrigen und Verrat.
Als bei einem Jagdunfall der König schwer verwundet wird nimmt Ned die Pflicht auf sich, dem Wahren Erben Roberts auf den Thron zu verhelfen.
Währenddessen droht im Hohen Norden eine Ganz andere Gefahr für die Sieben Königslande. Es geschehen seltsame Dinge auf der anderen Seite der Mauer. Und auch jenseits der Meerenge verhält es sich alles andere als ruhig und friedlich...

Nachdem man in "Die Herren von Winterfell" die zahlreichen Charaktere dieses Epos kennen und manche auch lieben gelernt hat, und auch schon mal die ein oder andere Intrige beobachten konnte geht es in Band zwei so richtig los.
Abwechselnd begleitet man verschiedene Hauptprotagonisten und wird so immer tiefer in den Sog der Spiel um Throne gezogen. George R.R. Martin versteht es wunderbar, die Geschichte durch den regen Perspektivenwechsel keineswegs verwirrend, sondern äußerst spannend zu gestalten.
Die Historisch anmutende Erzählweise hat mich schon im ersten Teil der Reihe verzaubert.
Und wie bereits der Vorgänger hat mich dieses Buch derart gefesselt, dass ich trotz Leserunde irgendwann einfach nicht mehr aufhören konnte zu lesen.
Die Übersicht der Clans von Westeros brauchte ich trotz einiger neuer Gesichter hier nicht mehr zu Rate ziehen und ich freue mich schon sehr auf Band 3. Zu gern möchte ich erfahren, wie es meinen Lieblingen und auch den ungeliebten anderen ergeht, denn um Königin Cersei zu zitieren: "Das Spiel um Throne gewinnt man, oder man stirbt".

Fazit: HÖRT MICH BRÜLLEN!
Nachdem ich lange bei dieser Seitenstarken High-Fantasy-Reihe gezögert habe, möchte ich nun gar nicht mehr aufhören zu lesen. Ein absolut würdiger zweiter Teil, der es ebenfalls auf meinen Favoriten-Stapel schafft. Absolute und uneingeschränkte Leseempfehlung von mir!


Reihenfolge:
02. Das Erbe von Winterfell
03. Der Thron der sieben Königreiche
04. Die Saat des goldenen Löwen
05. Der Sturm der Schwerter
06. Die Königin der Drachen
07. Zeit der Krähen
08. Die dunkle Königin
09. Der Sohn des Greifen
10. Ein Tanz mit Drachen


Bewertung:

Dienstag, 22. Oktober 2013

Maggie Stiefvater: Vor dem Sommer (Vorgeschichte Boundary Wood Trilogie)


Grace zieht es immer wieder hinters Haus, wo sie die Wölfe aus dem nahegelegenen Wald beobachten kann. Einst haben die Wölfe versucht sie zu töten, doch einer hat sie gerettet. Ihr Wolf. Und seitdem sind sie auf seltsame Weise miteinander verbunden...

Viele kennen Grace und Sam aus Maggie Stiefvaters wunderbarer Trilogie "Nach dem Sommer" "Ruht das Licht" "In deinen Augen". Nun gabs diesen Appetizer kostenlos als ebook bei diversen Anbietern.
Als Fan der Wölfe vom Boundary Wood hab ich da natürlich nicht lange gefackelt.
In diesem eShort erzählt Grace von den vielen Treffen mit Sam in Wolfsgestalt. Zeitlich spielt sich das Ganze zwischen dem Vorfall in Grace' Kindheit und dem Trilogieauftakt "Nach dem Sommer" ab.

So ganz passt diese Vorgeschichte nicht zu den Büchern um die Boundary Wood Wölfe, einige Unstimmigkeiten vielen mir sofort ins Auge. Außerdem ist mir das ganze mit nur 15 Seiten erheblich zu kurz geraten.
Maggie Stiefvaters schöner, poetischer und dennoch einfacher Schreibstil war trotzdem vorhanden. Auch deswegen hätte ich mir ein paar Seiten mehr gewünscht.

Fazit: Muss selbst ein Fan nicht unbedingt gelesen haben. Trotzdem gibts 3 Fuxxis für den Schreibstil und die schönen Erinnerungen die beim Lesen aufkamen.

Bewertung:

Freitag, 18. Oktober 2013

Tatort Bücherei - Eine musikalische Krimilesung mit Micha Krämer

Westerwaldkrimis im Freistaat Bayern.

Bereits vor Monaten hat Micha Krämers Frau Doris mir auf buchgesichter.de berichtet, dass sie im Oktober auf Lesereise zu uns nach Bayern kommen. Schon da war es für mich klar, bei der Lesung in Garching an der Alz bin ich dabei.
Also flott mal zwei Karten bei der Bücherei reserviert. Mein Schatz musste mit, dem versuche ich ja schon länger die Bücher von Micha schmackhaft zu machen :-)

Am 17.10.13 war es dann endlich so Weit. Und nachdem wir uns Gott sei Dank früh genug auf den Weg von München nach Garching an der Alz gemacht haben, sind wir trotz zwei Staus pünktlich angekommen.

Wir wurden gleich freundlich von den Büchereimitarbeitern in Empfang genommen und zum toll dekorierten "Tatort" geleitet. Dort hat mich auch gleich Doris erspäht und herzlich begrüßt. Nach einem kurzen Plausch mit ihr und dem Star des Abends gings auch gleich los. 

Micha hat die zahlreichen Gäste gleich mal mit einem selbst Geschriebenen Lied und einem kleinen Test, ob wir Bayern die Westerwälder auch verstehen willkommen geheißen. 
Auch die Lesungen aus seinem 3. Nina Moretti Krimi "Tod im Elefantenklo" hat der Autor mit zum jeweiligen Abschnitt passenden selbst komponierten Liedern versüßt. Seine Vortragsweise, seine großartige Mimik und seine Facettenreiche Darstellung der verschiedenen Charaktere hat das gesamte Publikum begeistert und immer wieder zum Lachen gebracht. 



Ganz nebenbei hat Micha Krämer aus seinem Leben erzählt und auch ein paar Hintergrundinfos zur Hauptperson seiner Betzdorf-Krimis verraten. 

Die kleine Pause nutzten viele dazu, eins von Michas Büchern bei der anwesenden Buchhändlerin zu erstehen und sogleich vom Autor signieren zu lassen. Da ich ja erst letzte Woche "Tod im Lokschuppen" verschlungen habe, ließ ich es mir nicht nehmen, sogleich den 2. Teil um die sympathische Ermittlerin Nina zu erstehen. Michas persönliche Widmung macht das Buch für mich nochmal zu etwas ganz besonderem.

Die Zeit flog nur so dahin. Micha hat ein außergewöhnliches Talent, seine Zuhörer bzw. Zuschauer so mit seiner Show zu fesseln, dass man gar nicht merkt wie schnell die Zeit vergeht.



Nach dem öffentlichen Teil haben wir mit Micha und Doris noch lange gequatscht, von den künftigen Projekten und auch von ein paar Träumen des Autors erfahren. Ich wünsche im von ganzem Herzen, dass er sich diese bald erfüllen kann.
Für die Bücherei-Mitarbeiterinnen und zu später Stunde noch anwesenden Zuschauern hat der Micha noch die Geschichte zu seinen Anfängen als Kinderbuch- und Krimiautor zum Besten gegeben.

Nun darf ich wirklich sagen, ich war begeistert von dieser Musikalischen Krimilesung. Da es gleichzeitig auch meine erste Lesung überhaupt war, habe ich keinerlei Vergleichsmöglichkeit, aber Micha hat das super gemacht! Also wenn ihr mal die Gelegenheit habt, eine von seinen Lesungen besuchen zu können: Unbedingt machen! Ich verspreche euch, es wird toll!




Micha hat mich dann noch mir einem kleinen roten Holzdrachen und einem Teil seiner Kinderbuchreihe "Willi" überrascht, mit dem er am Vormittag bereits zwei Schulklassen unterhalten hatte.  
Zu schnell schon mussten wir uns auf die Heimreise machen, lagen ja noch eineinhalb Stunden Fahrt vor uns und mein Schatz musste ja am nächsten Tag arbeiten.

Ich habe mich riesig gefreut zwei super sympathische und liebe Menschen kennengelernt zu haben. Danke Micha und Doris für einen tollen Abend, die tollen Bücher und hoffentlich bis bald!

Danke auch an Doris' Nichte Marina, die den Stein für die Bayern-Lesereise erst ins Rollen gebracht hat!

Zu guter Letzt noch ein Dankeschön an die Gemeindebücherei Garching a.d. Alz, die uns herzlich empfangen und mit Brot, Käse, Wurst und Oliven auch noch kulinarisch gut versorgt hatten.

Sonntag, 13. Oktober 2013

J.A. Souders: Renegade - Tiefenrausch


Evelyns Leben ist perfekt. Die 16jährige ist die Tochter des Volkes und lebt mit Mutter und Vater im Unterwasser-Exil "Elysium". Evie ist ein wunderliches Mädchen, oft vergesslich und tief in Gedanken versunken. Als der Oberflächenbewohner Gavin in die Unterwasserstadt eindringt und Zeit mit Evie verbringt, kommen sie beide langsam hinter das grausame und menschenverachtende Spiel, das Mutter so treibt...

J.A. Souders präsentiert einen Dystopie-Roman für Jugendliche mit einer grandiosen Idee: Nach Jahren des Krieges hat sich Elysiums Bevölkerung abgespalten und in die Unterwasserwelt zurückgezogen. Mutter, die dort das Leben organisiert und über das Gesetz wacht, weckte sofort mein Misstrauen. Zu aalglatt und skurpellos wirkte sie schon nach wenigen Seiten auf mich.
Evie hingegen ist sympathisch, wenn auch etwas seltsam. Was sich aber schnell mit den Konditionierungen in Verbindung bringen lässt.
Gavin musste sich mein Vertrauen erst erarbeiten, doch dann war auch ich von seinen guten Absichten überzeugt. Der Rest der Bevölkerung bleibt reichlich blass. auch wenn man noch etwas mehr über Evies engste Freundin Macie erfährt.
Der Vater hingegen, der im Leben des Mädchens offensichtlich eine wichtige Rolle spielte, wird nur am Rande angerissen. Und nicht nur seine Person betreffend bleiben einige Fragen offen. Für mich die größte Schwäche des Buches, bleibt der Leser schließlich unbefriedigt zurück...
Das wirre und übereilt wirkende Ende setzt dem noch einen drauf.

Erzählt ist die Geschichte rasant, in einem spannenden und flüssigen Stil. Ich habe das Buch in einem Rutsch durchgelesen, denn Zeit zum Durchatmen blieb hier keine.

Fazit: Ein flott gelesenes Buch, das den Leser mit seinem hohen Tempo förmlich ans Buch fesselt. Meine anfängliche Begeisterung wird jedoch durch einige Schwächen bereits zur Mitte hin gebremst.

Bewertung:

Micha Krämer: Tod im Lokschuppen (Nina Moretti 01)


Der erste Tag in Nina Morettis neuer Stelle beginnt turbulent: Erst kommt sie zu spät und noch während der Vorstellungsrunde wird die erste Leiche gefunden, die zu Ninas Überraschung kein gänzlich Unbekannter für sie ist. In Betzdorfs stillgelegtem Lokschuppen liegt ausgerechnet die übel zugerichtete Leiche des Vaters ihrer ehemals besten Freundin. Das ruhige Betzdorf ist offensichtlich nicht ganz so beschaulich wie es scheint...

Dass Micha Krämer tolle Bücher schreibt hat er mir bei "Keltenring" und "Über deine Höhen" ja schon bewiesen. Mit seinem ersten Teil der Nina-Moretti-Reihe hat er es nochmal bestätigt.
Wie schon in den bereits von mir gelesenen besticht der Autor durch seinen einfachen, direkten, dennoch detaillierten und äußerst spannenden Schreibstil.

Nina Moretti, eine Frau der Tat, ist eine Hauptprotagonistin ganz nach meinem Geschmack. Und mit Hans Peter Thiel hat Micha Krämer der jungen Kommissarin einen erfahrenen Ermittler zur Seite gestellt, der ebenfalls sofort sympathisch ist.
Prima finde ich bei diesem Autor auch, dass er Ort und Zeit in seinen Kapiteln angibt. Das Zeitgefühl zu verlieren ist somit von vorn herein ausgeschlossen.
Dieser knapp 300 Seiten Krimi schlägt ein hohes Tempo an, das kontinuierlich beibehalten wird. Langeweile ist hier defnitiv ein Fremdwort!
Dass die weiteren Bände um Nina Moretti über kurz oder lang ihren Weg in mein Bücherregal finden, steht schon jetzt außer Frage.
Allein schon die Cover der Westerwald-Krimis sind ein schlichter, aber eindrucksvoller Hingucker!

Fazit: Wieder ein Tolles Buch von Micha Krämer und gleichzeitig ein vielversprechender Auftat zur Krimi-Reihe um eine junge und sympathische Ermittlerin. Absolute Leseempfehlung und Favoritenstatus von mir!

P.S. Nächste Woche gehts zu einer musikalischen Krimi-Lesung des Autors. Ich bin schon sehr gespannt :)

Reihenfolge:
01. Tod im Lokschuppen
02. Krähenblut
03. Tod im Elefantenklo
04. El Toro

Bewertung:

Samstag, 12. Oktober 2013

Linda Belago: Im Land der Orangenblüten (Surinam 01)


Ein schrecklicher Unfall macht die neunjährige Juliette Vandenberg 1850 zur Waise. Ihr Onkel schert sich nicht um das Mädchen und steckt Julie in ein strenges Internat. Einzig zu Weihnachten darf sie die Familie besuchen. Für Julie eher ein Graus denn eine Freude.
Um seine Schulden zu tilgen verheiratet Onkel Wilhelm die knapp 18jährige an seinen Geschäftspartner Karl Leevken, der mit Julies reichlicher Mitgift seine Plantage sanieren will. So reist Julie in die Kolonie nach Surinam, und nicht nur das Land ist ihr Fremd. Ihr in den Niederlanden so galanter und charmanter Ehemann entwickelt sich bereits während der Reise zurück in einen kalten und grausamen Despoten...

Was für ein spannendes und herzzerreißendes Buch! Linda Belago beschreibt ihren Lesern die grausame Kolonialzeit der Niederlande in einem fesselnden und detailreichen Stil, der einen nicht mehr los lässt. Kurze, abwechslungsreiche Kapitel tun ihr übriges dazu, diesen Roman zu einem Pageturner zu machen.
Julie ist auf anhieb sympathisch und wirkt sehr authentisch. Bei man einer ihrer Entscheidungen hätte ich am liebsten aufgeschrien, doch hatten die Frauen in jener Zeit leider wenig Handlungsspielraum.
Mehrere der im Buch vordergründig behandelten Sklaven schloss ich ebenfalls gleich ins Herz.
Im krassen Gegensatz dazu steht Karl, der aus purer Berechnung Julie etwas vorspielt um sie auf seine Seite zu ziehen und sich dann in einen egoistischen Widerling verwandelt.
Die Autorin hat bereist eine Fortsetzung um die Plantage Rozenburg in Surinam geschrieben, die ich sicher auch bald in den Händen halten werde.

Das Ende dieses Buchs wirkt leider etwas übereilt, als hätte die Autorin zu viel auf zu wenig Seiten gequetscht. Dennoch überwiegt für mich das Positive und ich sehe über diese Schwäche bei der Bewertung hinweg.

Fazit: Eine wundervoll erzählte Geschichte über die Kolonialzeit der Niederlande und über eine Mutige junge Frau. Ich bin gespannt auf die Fortsetzung "Die Blume von Surinam".
Absolute Leseempfehlung von mir!

Bewertung:

Sonntag, 6. Oktober 2013

Susan Wiggs: Ein Haus für Fünf


Nach einem schwierigen Gespräch mit den Eltern einer Schülerin, der Tochter ihrer besten Freundin erhält Lily Robinson einen besorgniserregenden Anruf. Ihre Freundin Chrystal und deren Ex-Mann Derek werden vermisst. Nach ihrem Gespräch hat niemand mehr die beiden gesehen.
Nach langen Stunden der Ungewissheit erhalten Lily und Chrystals Kinder die Nachricht des tödlichen Unfalls. Lily, die sich dieses Leben nie für sich gewünscht hat, will sich um Cameron, Charlene und Ashley kümmern, doch da ist noch Dereks Bruder Sean Meguire, der Playboy...

Die Autorin hat in ihrem Roman ein schwieriges und tiefschürfendes Thema gewählt.
Ihre Protagonisten wirken authentisch und sympathisch.
Lily Robinson, die Lehrerin scheint auf den ersten Blick verkniffen, spröde und altjüngferlich. Sie wirkt 20 Jahre älter als sie ist. Auf den zweiten Blick erkennt man eine zutiefst unsichere und verletzliche Person, die mit der Situation bestmöglich fertigzuwerden versucht.
Bei Sean Maguire brauchte es mehrere Blicke um aus ihm schlau zu werden. Doch letzten Endes hat sich auch er ein paar Lorbeeren hinsichtlich dieser Familie verdient.
Die Kinder bleiben bis auf Cameron, den ältesten, etwas blasser. Was meiner Meinung nach die größte Schwäche dieses Buches ist. Hier hätte Susan Wiggs gerne etwas detaillierter werden können.
Ihr Schreibstil jedoch ist fesselnd, einfach und direkt. Manchmal hat sie sich etwas in detailreiche Beschreibungen verloren, doch nicht wirklich zu großem Leidwesen der Spannung.
Manche Themen wie Ashleys Geheimnis und Charlenes Schreibblockade hätten hingegen mehr Aufmerksamkeit gewünscht.

Alles in Allem ein solider Roman, der dazu einlädt mit den Protagonisten zu weinen, zu trauern und wieder zu lachen.

Fazit: Die tragische Geschichte einer Familie die auseinanderbricht und neu zuammenwächst.
Da mich das Buch trotz Schwächen nicht mehr losließ gibts 4 Punkte.

Bewertung:

Donnerstag, 3. Oktober 2013

Andrea Schacht: MacTiger - Ein Highlander auf Samtpfoten


Als 1744 eine Clanfehde auf Drumnadruid Castle ein blutiges Ende nimmt bleibt auch Kater MacTiger nicht verschont. Er fristet von dort an sein Dasein als spukender Katzengeist. Aufgewühlt wird sein Tagesablauf erst 250 Jahre später, als die junge Margita samt kränkelnder Tante Henrietta auf dem mittlerweile zum Hotel umfunktionierten Schloss strandet. Es scheint eine seltsame Verbindung zwischen Margita und dem Caslte zu geben...

Eine witzig geschriebene Geschichte. Margita ist eine sympathische Hauptdarstellerin, auch wenn das naive Mauerblümchen im Laufe des Buches erst einmal etwas "aufblühen" muss :D
MacTiger - das spukende Schlossgespenst hab ich hingegen sofort ins Herz geschlossen. Leider hat der Geisterkater nur eine Nebenrolle in diesem Stück ergattert. Ich hätte mir definitiv mehr von ihm gewünscht.
Die Autorin bringt den Leser im Laufe des Buchs mehrmals zum Schmunzeln, ihre Geschichte ist kurzweilig und durchaus spannend erzählt. Ein paar Wendungen sind ins Geschehen eingebaut, wenn auch wenig überraschend. Durch ihre Sprünge von Gegenwart und der Geschehnisse zwei Jahre zuvor beraubt sich Andrea Schacht selbst einiger ihrer Aha-Effekte. Der Aufmerksame Leser weiß so recht schnell worauf das meiste hinausläuft.
Die flüssige und fesselnde Erzählweise lassen das Buch aber dennoch nicht langweilig werden.
Geschrieben ist das ganze aus der Ich-Perspektive von Margita und MacTiger. Für den Lesefluss wäre durchaus hilfreich gewesen, den Wechsel zu kennzeichnen.

Fazit: Leichte Kost für Zwischendurch. Aufgrund der Schwächen gibts aber von mir nur 3 Foxxis für diesen Katzenroman. Die Autorin hätte gerne noch ein paar Seiten investieren und mehr aus der Geschichte machen können.

Bewertung: