Montag, 23. Mai 2016

Katie MacAlister: Vampire sind zum Küssen da (Dark Ones 05)


Als Physikerin glaubt Portia Harding nicht an übersinnliche Dinge, geschweige denn an Magie. Umso skeptischer ist sie, als sie auf einer Reise durch Schottland mit ihrer Freundin Sarah einen alten Hexenring entdeckt. Doch als die beiden ein Beschwörungsritual rezitieren, das Sarah im Internet gefunden hat, geschieht das Unglaubliche: Ein magisches Wesen erscheint und verleiht Portia die Fähigkeit, das Wetter zu beeinflussen. Kurz darauf versucht ein atemberaubend gut aussehender Verrückter sie zu entführen. Doch Theo North ist kein gewöhnlicher Irrer – er ist der Sohn eines gefallenen Engels und glaubt, dass Portia die Einzige ist, die seine Seele retten kann.

Hat mich der vorhergehende Teil der Dark-Ones-Reihe bisher noch am meisten begeistert, so hat dieser Band genau das Gegenteil getan. Portia ist eine Frau der Wissenschaft, daher muss sie alles kritisieren und zerpflücken. Kein bisschen Glaube an etwas übersinnliches steckt in ihr, sie zweifelt selbst noch als sie eigentlich kaum noch bestreiten kann, dass mit etwas unerklärliches passiert ist. Und ganz plötzlich, ohne langsame Erkenntnis, dass da mehr sein könnte, glaubt sie plötzlich daran. Und Theo kam bei mir schon mal wegen seines Namens gar nicht gut an, in meinen Gedanken beim Lesen klang dieser einfach falsch und unpassend. Außerdem bleibt er doch recht blass im Hintergrund, über seine Vergangenheit ist beinahe nichts erzählt worden.
Gefreut hat mich hingegen das Wiedersehen mit Noelle, der jungen Wächterin aus den Vorgängern und auch Christian Johann Dante hat einen Gastauftritt.

Katie MacAlisters Schreibstil war wie für Fans der Reihe bekannt direkt, flüssig und eigentlich locker-leicht zu lesen, wären mir die Hauptprotagonisten nicht so unsympathisch gewesen. So war für mich die Spannung leider auch nicht in der Art und Weise gegeben wie bei Teil 1-4 und das Buch hat sich für mich etwas gezogen.

Fazit: Nicht das beste Buch der Reihe. Portia hat mich durchweg genervt und Theo klang für mich einfach immer sperrig. Schade! Für mich keine Leseempfehlung, aber ein schönes Wiedersehen mit alten Bekannten.

Reihenfolge:
04. Vampirim Schottenrock
05. Vampire sind zum Küssen da

Donnerstag, 19. Mai 2016

Saskia Berwein: Wundmal (Leitner & Grohmann 04)


Ein Autounfall mit tödlichem Ausgang, im Kofferraum blutige Folterwerkzeuge: Der Mord an einer alten Frau und ihrem Enkel führt Jennifer Leitner und Oliver Grohmann ins Herz des organisierten Verbrechens - und auf die Spur eines geisterhaften Killers, um den sich zahlreiche Mythen und Legenden ranken. Ihre Ermittlungen bringen den Mörder bald in Bedrängnis. Mit fatalen Folgen ..

Jennifer Leitner und Oliver Grohmann ermitteln wieder – diesmal bewegen sie sich allerdings auf dem schmalen Grat zwischen Legal und Illegal. 
Neben Hannah spielt diesmal auch der bereits mehrmals erwähnte Bruder von Jennifer eine Nebenrolle in der Geschichte. 
Saskia Berwein hat mich auch mit ihrem vierten Band um das Duo Leitner&Grohmann absolut überzeugt. Der bereits gewohnte und liebgewonnene flüssige und direkte Schreibstil macht auch diesen Fall der beiden zu einem Lesegenuss, in den man sich wunderbar vertiefen kann. Die Spannung ist auch hier wieder regelreicht greifbar von Anfang bis zum Schluss und ich hoffe dass der nächste Band der Reihe nicht allzu lange auf sich warten lässt!


Fazit: Wieder ein toller Thriller um das Ermittlerduo Leitner&Grohmann. Absolute Leseempfehlung von mir!


Bewertung:

Saskia Berwein: Seelenweh (Leitner & Grohmann 03)


Als in einem Abrisshaus die verstümmelte Leiche eines siebzehnjährigen Mädchens gefunden wird, stehen Jennifer Leitner und Oliver Grohmann vor ihrem bislang schwierigsten Fall. Denn die junge Isabell ist bereits das dreizehnte Opfer einer bundesweiten Mordserie, und bis der Täter erneut zuschlägt, ist es nur eine Frage der Zeit …

Diesmal muss sich Jennifer Leitner nicht nur mit einem kaltblütigen Mörder auseinandersetzen, ihr und Oliver wurde auch noch eine unangenehm bissige Oberstaatsanwältin vor die Nase gesetzt. Ricarda Anstett ist der Kommissarin ein Dorn im Auge, der sie nur bei der Arbeit behindert, und auf einmal steht auch noch das BKA vor der Tür.
Saskia Berwein überzeugt auch zum dritten Mal mit ihrem Schreibstil und dem spannenden Plot. Zudem lässt sie den Leser immer wieder am Privatleben des Ermittler-Staatsanwalt-Duos teilhaben, was die Charaktere sehr authentisch und sympathisch wirken lässt. 
Gefühlt gibt die Autorin hier ein höheres Tempo vor als bei den Vorgängern, und die Spannung ist wieder von Beginn an auf einem sehr hohen Niveau. Die detailreiche Szenerie und Jennifers schon gewohnte gefährliche Alleingänge machen das Buch wieder zu einem absoluten Thriller-Lesegenuss.


Fazit: Wieder ein toller Thriller über das Duo Leitner&Grohmann. Weiter so! Absolute Leseempfehlung von mir!

Reihenfolge:
01. Todeszeichen
 - Hoher Einsatz
02. Herzenskälte
03. Seelenweh
04. Wundmal


Bewertung:

Saskia Berwein: Herzenskälte (Leitner & Grohmann 02)


Frisch verheiratet und bereits tot: Als perfekte Braut ausgestellt wird die Leiche einer jungen Frau im Schaufenster eines Hochzeitsplaners gefunden. Ihr Herz wurde entfernt und dient dem Täter scheinbar als Trophäe. Jennifer Leitner und Oliver Grohmann vermuten zuerst ein Verbrechen aus Leidenschaft. Doch dann taucht ein weiterer Toter auf, grausam verstümmelt – und das Herz aus der Brust gerissen ...

Ein Blick über die Schulter des Mörders lässt den Leser gleich zu Anfang an dessen grausamen und blutigen Methoden teilhaben. Dieses Szene verspricht einen spannenden und nervenaufreibenden Fall, den die bereits liebgewonnen Protagonisten Jennifer Leitner und Oliver Grohmann hier auf dem Tisch haben. Meine Erwartungen wurden beim zweiten Fall des ungleichen Duos absolut nicht enttäuscht.
Saskia Berweins Schreibstil ist von Anfang an flüssig und hält ein angenehmes Tempo, sodass ich mich zu keiner Zeit abgehängt fühlte. 
Es kommt auch etwas Licht ins Dunkel der Privatleben von Jennifer und Oliver, wobei hier der Fokus mehr auf letzteren liegt, der in „Herzenskälte“ unerwartet Besuch von seiner jugendlichen Tochter erhält.

Fazit: Gelungene Fortsetzung der Reihe um die Kommissarin und den Staatsanwalt. Dieser Teil hat mir sogar noch besser als der Vorgänger gefallen. Absolute Leseempfehlung von mir!


Fazit:

Reihenfolge:
01. Todeszeichen
 - Hoher Einsatz
02. Herzenskälte
03. Seelenweh

Bewertung:

Maggie Stiefvater: Wer die Lilie träumt (Raven Boys 02)


Mit jedem Tag, den Blue mit Gansey verbringt, fällt es ihr schwerer, sich nicht in ihn zu verlieben – obwohl sie weiß, dass ein Kuss von ihr der Grund für seinen nahen Tod sein könnte. Sie ist fasziniert von seiner leidenschaftlichen Suche nach dem verschwundenen König Glendower, und in der knisternden Hitze des Sommers kommen Blue, Gansey und die Raven Boys diesem Ziel immer näher. Vor allem Ronans Fähigkeit, Gegenstände aus seinen Träumen in die reale Welt zu bringen, lässt die Lösung greifbar werden. Doch das Spiel mit der Traumwelt ist gefährlich und Blue und ihre Freunde sind nicht die Einzigen, die sich ihre Wünsche herbeiträumen wollen …

Maggie Stiefvater versteht es einfach mitreißende, gefühlvolle und detailverliebte Jugendbücher zu schreiben ohne zu viele Worte dafür verwenden zu müssen. So ist der zweite Teil der Raven-Boys-Reihe um Blue, Gansey, Noah, Adam und Ronan für mich ein wahrer Pageturner, den ich in kürzester Zeit verschlungen habe.
Blue und Adam entfernen sich voneinander, während sich Blue und Gansey ganz langsam immer näher kommen. Dabei wollte Blue sich auf keinen Fall in den gutaussehenden und reichen Jungen verlieben – und damit für seinen sicheren Tod sorgen. Doch hier liegt auch ein großer Fokus auf Ronan, sein Geheimnis um die Krähe und die schlaflosen Nächte wird endlich gelüftet. Und außerdem erwarten den Leser so einige überraschende Wendungen in diesem Buch, denn bei der Suche nach Glendower ist nichts einfach und die Spannung steigt ins unermessliche.

Fazit: Gelungene Fortsetzung der Raven-Boys-Reihe, die man am liebsten in einem Rutsch durchlesen möchte. Absolute Leseempfehlung von mir!

Reihenfolge:

1. Wen der Rabe ruft
2. Wer die Lilie träumt
3. Was die Spiegel wissen
4. Noch nicht erschienen…

Bewertung:

Dorothea Stiller: Love on Air - Verliebt in London


Wie weit würdest du für deinen Traummann gehen?
Sarina hatte schon immer eine klare Vorstellung von ihrem Traummann. Als sie Leo begegnet, weiß sie: Das ist er! Doch nach einer gemeinsamen Nacht ist er auf und davon nach London – ohne seine Telefonnummer zu hinterlassen. Sarina hatte nie eine Chance, ihm ihre Gefühle zu gestehen. Kurzentschlossen kratzt sie ihr letztes Geld zusammen und reist ihm hinterher. In einem Hostel lernt sie die flippige Finnin Päivi kennen und macht sich mit ihr auf eine turbulente Suche. Dabei treffen sie auf Nathan - Roadie einer berühmten Rockband - und landen kurzerhand im Tourbus. Geraten Sarinas Gefühle ins Wanken oder gelingt es ihr mit Päivis Hilfe, Leo auf die Spur zu kommen und ihn für sich zu gewinnen? Eine Liebeserklärung an eine einzigartige Stadt und an den einen wahren Mann.

Sarina ist eine junge Studentin, die sich gut zehn Jahre zuvor ihren Traummann zusammengebastelt hat und seitdem dieser Wunschvorstellung hinterherjagt. Auf den ersten Blick etwas naiv, aber haben wir nicht alle eine gewisse Vorstellung von dem EINEN im Kopf, zumindest in diesem Alter? 
Die Hauptprotagonistin macht eine große Entwicklung durch in diesem Buch, die ich gerne begleitet habe, vor allem auch, da ihre Suche nach Mr. Right wunderschön flüssig und mit einigen Überraschungen erzählt wird. Die Autorin hat mich mit „Love on Air“ gleich nach den ersten Kapiteln gefesselt und so habe ich Sarinas Roadtrip in nur zwei Tagen verschlungen. 
Die Nebencharaktere haben dem Buch dann sogar noch das gewisse etwas gegeben. Neben Kathi, der bodenständigen und lebenslustigen Freundin in Deutschland, hat Sarina in Päivi eine flippige, spontane und einfach liebenswerte Gefährtin für ihre Suche gefunden. Ihre finnischen Schimpfwörter haben mich regelmäßig zum schmunzeln gebracht. 
Die Männer hingegen mussten mich erst mal von sich überzeugen, aber vor allem Nathan hat das ganz schnell geschafft. 
Für das Setting habe ich auch eine große Schwäche, seit wir vor ein paar Jahren diese wunderschöne, hektische und unvergleichliche Stadt besucht haben. Einige Orte hatten für mich einen herzlich willkommenen Wiedererkennungswert und ich fühlte mich so rundum wohl in diesem Buch.


Fazit: Wunderschöne Geschichte über die Suche nach der ganz großen Liebe und zugleich eine Liebeserklärung an eine faszinierende Stadt. Absolute Leseempfehlung von mir!


Bewertung:

James Grippando: Cash Landing - Der Preis des Geldes


Nachdem Ruban sein Haus und sein Restaurant unverschuldet an die Bank verliert, beschließt er, das Glück selbst in die Hand zu nehmen: Jeden Tag landen Flugzeuge mit riesigen Mengen Bargeld an Bord auf dem Miami Airport, die für die Federal Reserve Bank bestimmt sind. Zusammen mit seinem nichtsnutzigen Schwager Jeffrey und dessen kleinkriminellen Onkel Pinky stiehlt er in einem Überfall sieben Millionen Dollar. Dies ruft nicht nur das FBI auf den Plan: Die Möchtegern-Gangster sehen sich plötzlich mehr und mehr im Fokus von wirklich schweren Jungs - nicht zuletzt dank Jeffreys zunehmender Eskapaden. Während Ruban versucht seinen Schwager im Zaum und ihnen FBI und Verbrecher vom Hals zu halten, muss er erkennen: Die richtigen Probleme fangen mit dem Geld erst an!

Der Plot um Ruban, seinen drogensüchtigen Schwager Jeffrey und dessen Kriminellen Onkel Pinky beruht auf einer wahren Geschichte, die James Grippando zu einem temporeichen und unvorhersehbaren Krimi umgemünzt hat, bei dem man einige Sympathien für zumindest einen aus dem räuberischen Trio aufbringt. Die Story und die Idee fand ich super, Ruban ist an und für sich ein wirklich netter Kerl, der dank eines fadenscheinigen Kredites und der Finanzkrise alles an die Bank verloren hat. Außerdem begleitet der Leser hier mal nicht die Guten von FBI oder Polizei, sondern man erlebt die Geschichte hauptsächlich aus Sicht von Verbrecher Ruban, der es gar nicht leicht hat, seine erbeuteten Millionen beisammen zu halten. 
Der Autor besticht mit einem ausgewogenen Perspektivenwechsel zwischen Ruban und Andie Henning vom FBI. Und zudem mit seinem flüssigen, schnörkellosen und spannenden Schreibstil, denn in „Cash Landing“ kennt man das Wort langweilig einfach nicht. Der Verlag hätte allerdings etwas mehr ins Lektorat investieren können, denn die doch recht zahlreichen Rechtschreibfehler haben meinen Lesefluss oft etwas in Stocken geraten lassen.


Fazit: Eine gelungene Geschichte über den „Preis des Geldes“, die zeigt dass nicht alles Gold ist was glänzt und das glänzende ziemlich viele miese Typen anzieht. Beim Lektorat ist aber leider noch Luft nach Oben, hier müsste dringend nochmal nachgearbeitet werden.

Bewertung:

Alia Cruz: Fürst der Vampire - Gesamtausgabe


Die siebzehnjährige Angelia wächst abgeschottet von der Außenwelt im Casinohotel ihrer milliardenschweren Eltern auf. Sie wird jäh aus dieser Welt herausgerissen als eine Party ihres Bruders mit einem traumatischen Zwischenfall endet. Angelia flüchtet aus ihrem goldenen Käfig und findet sich im Armenviertel von Atlantic City wieder. Ein geheimnisvoller junger Mann rettet sie vor einer Straßengang und nimmt sie mit zu sich nach Hause. Doch ihr Retter ist kein Mensch und könnte sie in tödliche Gefahr bringen. Darek versteckt sich seit vielen Jahren vor den Vampiren. Er ahnt nicht, dass er ihr zukünftiger Prince de Sang ist. Von Menschen aufgezogen, hat er gelernt, seine eigene Spezies zu meiden und hält sich für eine Kreatur des Bösen…

Angelia ist ein Teenager mit wenig Selbstbewusstsein, die sich viel zu oft ohne Widerspruch den Wünschen und Anordnungen ihrer Familie beugt. Ihre Verwandlung in ein eigenständiges Wesen kommt nach und nach zum Vorschein, in manchen Situationen aber leider etwas zu plötzlich.
Darek bleibt irgendwie immer undurchsichtig, seine Anwandlungen über seine Bestimmung zu recherchieren kommen meiner Ansicht nach reichlich spät… So richtig sympathisch ist er mir in allen drei Teilen der Gesamtausgabe nicht geworden. 
Der Plot der Story um Angelia und den Prinz des Blutes klingt sehr spannend und vielversprechend, doch leider wurden meine Erwartungen nicht ganz erfüllt. Das Buch ist zu einfach geschrieben, der Großteil der Sätze besteht nur aus wenigen Wörtern und die vielen unnötigen Wiederholungen bzgl. Verwandtschaftsverhältnissen hätten wirklich nicht sein müssen. Außerdem traumatisiert das „Traumatische Erlebnis“ von Angelia die junge Frau nicht wie erwartet und das Thema wird meines Erachtens nach etwas heruntergespielt, was zudem die Glaubwürdigkeit der Geschichte etwas alt aussehen lässt.
Leider hatte ich auch in allen drei Teilen das Gefühl erst werde ewig viel Wirbel um nichts gemacht, um dann die Story in einem wenige Seiten langen Showdown überheilt und hektisch enden zu lassen. 


Fazit: Die wenig authentischen Charaktere haben meine Erwartungen leider nicht erfüllt. Der Fürst der Vampire und seine Lieben erhalten daher von mir leider keine Leseempfehlung.

Bewertung:

Mittwoch, 18. Mai 2016

Maggie Stiefvater: Schimmert die Nacht (Boundary Wood 04)


Nach einer längeren Zeit der Trennung hat Isabel den Schmerz über die gescheiterte Liebe zu dem unberechenbaren Ex-Rockstar Cole St. Clair endlich überwunden und konzentriert sich auf ihr neues Leben in L.A. Als Cole plötzlich vor ihr steht, beginnt ein nerven- und gefühlsaufreibendes Spiel aus unwiderstehlicher Anziehung und abgrundtiefer Abneigung. Cole ist hinreißend und verführerisch wie immer, und Isabel kann seinem Charme nur schwer standhalten. Doch zugleich fürchtet sie, dass seine dunkle Vergangenheit wieder Macht über ihn erlangt. Deshalb hat sie sich geschworen, sich nicht noch einmal in ihn zu verlieben, und kämpft verzweifelt gegen ihre Gefühle an. Cole hingegen tut alles, um Isabel von der Aufrichtigkeit seiner Liebe zu überzeugen. Aber die eine Frage bleibt: Weshalb ist er wirklich zurückgekommen? Wegen seiner Musikkarriere oder Isabel?

Maggie Stiefvaters Boundary-Wood-Reihe habe ich ja verschlungen und geliebt. Daher habe ich mich auch sehr gefreut, dass sie ein Spin-off über Cole und Isabel, das tragische Liebespaar aus der Trilogie geschrieben hat.
Die Autorin hat mich in „Schimmert die Nacht“ wieder ohne Umschweife mit ihrem besonderen Schreibstil und einer spannenden Geschichte in den Bann gezogen.
Der Perspektivenwechsel der Vorgängerbände ist auch hier wieder zu finden, und man weiß immer ob man gerade Cole oder Isabel begleitet. Es war wunderschön, wieder in die besondere Chemie zwischen Isabel und Cole einzutauchen, letzter hat sich wirklich verändert im vergangen Jahr, doch äußerlich ist er der arrogante Rockstar-Arsch wie auch schon zu NARKOTIKA-Zeiten. Seine Aktionen, Isabel für sich zu gewinnen und vor allem von seiner Besserung zu überzeugen sind nicht immer erfolgreich, aber er besticht einfach mit seinem unvergleichlichen Cole St. Clair Charme. Isabel hingegen ist die gleiche Eisprinzessin wie eh und je, aber ich finde es äußerst authentisch, dass sie sich nicht gleich um den Finger wickeln lässt.
Wer auf Neuigkeiten von Sam und Grace hofft, muss sich mit ein paar wenigen Sätzen zufriedengeben. Aber ich fand das gar nicht schlimm, denn hier soll der Fokus ja ganz klar bei Cole und Isabel liegen. Das Ende dieser Geschichte ist wieder halb offen, aber es hat für mich absolut gepasst, sodass ich gar nicht anders kann als diesem Buch die volle Punktzahl zu geben.


Fazit: Wundervolles Spin-off zur Boundary-Wood-Reihe. Ich habe mich sehr gefreut, dass Isabel und Cole ihr eigenes Buch bekommen haben. Absolute Leseempfehlung und Favoritenstatus von mir!

Reihenfolge:
00. Vor dem Sommer (e-short Vorgeschichte)
01. Nach dem Sommer
02. Ruht das Licht
03. In deinen Augen
04. Schimmert die Nacht

Bewertung:

J.A. Konrath: Der Lebkuchenmann (Jack Daniels 01)


Ein skrupelloser, sadistischer Mörder macht die Straßen Chicagos unsicher: mit bisher unbekannter Grausamkeit foltert der Lebkuchenmann seine weiblichen Opfer und entsorgt die Leichen in Müllcontainern. Lieutenant Jaqueline Daniels, von allen Jack genannt, übernimmt den Fall mit hoher medialer Aufmerksamkeit und rückt so schnell selbst ins Visier des Täters…

Jack Daniels ist eine Frau mittleren Alters, die an chronischer Schlaflosigkeit leidet und mit einem bissigen Humor punkten kann, aber keinen Mann zu halten vermag. Recht viel mehr kann ich auch nach Ende des Buches über den Hauptcharakter der Jack-Daniels-Reihe nicht sagen. Denn obwohl der Fokus knapp vierhundert Seiten lang abwechselnd auf ihr und dem Täter liegt, lernt man sie nicht besonders gut kennen. Ganz zu schweigen von ihrem Partner Herb, der ganz zu schweigen vom Rest der Task-Force Lebkuchenmann doch mehr als blass bleibt. Letztere wird kaum erwähnt, und man könnte fast meinen, die zwanzig Leute die sich um den Fall kümmern, existieren überhaupt nicht.
Dann sind da noch die beiden Jungs vom FBI, die Jack eigentlich bei ihren Ermittlungen unterstützen sollen, jedoch nur mit abstrusen Täterprofilen um die Ecke kommen. Sie wurden dermaßen überspitzt dargestellt, dass ihre Rolle bei mir nur noch lächerlich und unglaubwürdig rüberkam.
Unglaubwürdig war für mich auch die Auflösung des Falls, genaueres kann ich da leider nicht sagen ohne zu spoilern. Jedenfalls hat dieses Ende für mich auch noch einen extra Punkt abgezogen bekommen.
J.A. Konraths Schreibstil in dieser Geschichte war im Gegensatz aber sehr einfach und spannend zu lesen, sodass trotz der bereits beschriebenen Mängel diese Geschichte flüssig zu lesen war.
Jacks Humor war sehr okay, das Setting Chicago auch mal was anderes als das übliche L.A., Miami und Co, leider hat mich dieser Thriller aber dennoch nicht überzeugen können.

Fazit: Konnte mich mit den blassen Darstellern und der unglaubwürdigen Auflösung leider nicht überzeugen. Jack Daniels erster Fall erhält daher von mir keine Leseempfehlung. Schade, ich hatte mir mehr erhofft. 

Bewertung:


Freitag, 13. Mai 2016

David Lagercrantz: Verschwörung (Stieg Larssons Millennium 04)


Mikael Blomkvists und Erika Bergers Investigativmagazin „Millennium“ hat wie die gesamte Zeitungsbrache mit schweren finanziellen Zeiten zu kämpfen und versucht nun alles, die verlorene Unabhängigkeit von einem großen Konzern zurückzugewinnen, das geschieht es Mikael gerade recht, dass nach langer Durstrecke zu später Nacht ein verlockender Anruf vom umstrittenen USA-Heimkehrer Frans Balder kommt. Dieser ist eine Koryphäe auf dem Gebiet der Informatik und fürchtet um den Missbrauch seiner Erfindung. Leider hat es bereits ein kriminelles Syndikat auf ihn und seine Erforschung der Künstlichen Intelligenz abgesehen…

Jahre nach dem letzten Band der von Stieg Larsson selbst geschriebenen Millennium-Trilogie sind Mikael Blomkvist und Lisbeth Salander zurück! Ich habe mich mit gemischten Gefühlen an dieses Buch gewagt und meine Erwartungen bewusst niedrig gehalten, in dem Wissen dass außer Stieg Larssons bekannten Figuren hier nichts aus seiner Feder ist. Nun hat mich das Buch dennoch noch mit sehr gemischten Gedanken zurück gelassen. Einerseits ist der Thriller trotz der Tatsache, dass ich nach dem Lesen das Gefühl hatte, es ist innerhalb der 600 Seiten beinahe nichts passiert, überraschend spannend rübergekommen und ich hatte beim Lesen absolut keine Langeweile. Andererseits fand ich hier nichts vom Pageturner-Effekt der sich überschlagenden Ereignisse und Lisbeth-Cleverness, die der Erschaffer der Hauptcharaktere in seine Bücher packen konnte.
Um in die großen Fußstapfen Stieg Larssons zu schlüpfen, hat David Lagercrantz in seiner „Verschwörung“ auch wieder gehörig IT-Hintergrundwissen verpasst, leider jedoch ohne die Erfindung seines IT-Wunderkinds wirklich greifbar machen zu können.
Lisbeth und Mikael bleiben hier dann auch noch sehr blass und für mich zu stark im Hintergrund. Wenn schon ein Millennium-Roman, dann doch bitte ein richtiger.


Fazit: Okay, mehr aber leider nicht. Hier wurden meine sowieso schon geringen Erwartungen leider nicht erfüllt. Dieses Buch kann man lesen, muss man aber nicht.

Reihenfolge:
01. Verblendung
02. Verdammnis
03. Vergebung
04. Verschwörung

Bewertung: